Fachportal für Leistungserbringer
Alle Berufsfelder
Angebote anzeigen für: Fachportal für Leistungserbringer
Warum wird diese Angabe benötigt?

Die AOK-Gemeinschaft gliedert sich in elf eigenständig agierende AOKs, welche regionale Angebote und Inhalte für Sie bereithalten.

Damit Sie zutreffende regionale Informationen erhalten, müssen Sie eine AOK/Region auswählen.

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig! Ihre Regionalisierungsdaten werden ausschließlich lokal innerhalb Ihres Browsers als Cookie gespeichert, eine Speicherung oder Verarbeitung dieser Daten durch die AOK erfolgt zu keinem Zeitpunkt.

Berufsfeld: Pflege Ändern Gewähltes Berufsfeld: Pflege Berufsfeld ändern

19.11.2020 Antigen-Schnelltests jetzt auch für Pflegeheime

News Pflege

Corona-Schnelltests sollen Infektionen in Rekordzeit nachweisen und so die weitere Ausbreitung des Virus bestmöglich stoppen. Seit dem 15. Oktober gehören nun auch Antigen-Schnelltests zur Nationalen Teststrategie, die Pflegeheime jetzt großzügig nutzen können.

Testergebnis mit Schnelltestgerät für COVID-19
©iStock.com/CrispyPork

Coronavirus-Testverordnung in Kraft

Zugelassene Pflegeeinrichtungen können ab sofort Antigen-Schnelltests nutzen. Auch den nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag (§ 45a SGB XI) steht diesese Möglichkeit zur Verfügung. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) jetzt mit. Ziel der Schnelltestnutzung soll sein, einen besseren Schutz für Bewohner, Personal sowie Besucher zu gewährleisten. Die entsprechende Testverordnung ist am 15. Oktober 2020 in Kraft getreten.

Wie können Pflegeeinrichtungen den Antigen-Schnelltest beantragen?

Pflegeeinrichtungen müssen ein Test-Konzept vorlegen und können parallel die Tests beantragen. Auf dieser Grundlage legt die zuständige Stelle des öffentlichen Gesundheitsdienstes beziehungsweise das Gesundheitsamt fest, wie viele Antigen-Tests eine Einrichtung beschaffen und finanzieren kann.

Wie viele Test können die einzelnen Pflegeeinrichtungen erhalten?

Die Menge der Antigen-Schnelltests ist abhängig von der Zahl der Menschen, die in der Einrichtung behandelt, betreut, gepflegt werden oder dort untergebracht sind.

Stationäre Pflegeeinrichtungen können beispielsweise bis maximal 20 Tests pro Monat pro Bewohner beschaffen, so das BMG. Für ambulante Einrichtungen sieht die neue Testverordnung bis höchstens zehn Antigen-Tests je versorgter Person pro Monat vor. Die Beschaffung der Tests müssen die Einrichtungen allerdings selbst übernehmen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) gibt auf seiner Webseite Informationen und verweist auf eine Liste der zugelassenen Antigen-Tests. Die Beschaffung der Tests ist über die normalen Vertriebswege, insbesondere über Apotheken, Großhandel oder direkt vom Hersteller, möglich.

Wer darf den Schnelltest durchführen?

Den Abstrich für einen Schnelltest muss medizinisches Fachpersonal durchführen. Der Test muss allerdings nicht im Labor ausgewertet werden. Deshalb liegt das Ergebnis eines Antigentests bereits innerhalb von weniger als 30 Minuten vor.

Wer bezahlt die Tests und wie sieht das Kostenerstattungsverfahren aus?

Pflegeeinrichtungen können sich die angefallenen Kosten für die Antigen-Testungen erstatten lassen. Die Zuständigkeit ergibt sich für die Pflegeeinrichtungen aus dem festgelegten Kostenerstattungsverfahren nach § 150 Absatz 2 bzw. 3 SGB XI und für die Angebote zur Unterstützung im Alltag aus dem festgelegten Kostenerstattungsverfahren nach § 150 Absatz 5a SGBXI.

Vom 15. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 übernehmen die Pflegekassen die Kosten für die Schnelltests. Die Anträge für die Kostenerstattung sind bis zum 30. Juni 2021 bei den zuständigen Stellen einzureichen.

Der GKV-Spitzenverband hat das Musterformular, eine Ausfüllanleitung zum Musterformular sowie Übersichten zu den zuständigen Pflegekassen auf seiner Internetseite eingestellt.

Wie zuverlässig sind die Antigen-Schnelltest?

Die Liste des BfArm führt für jeden einzelnen Schnelltest die Spezifität auf. Auch eine aktuelle Studie der Berliner Charité hat die Wahrscheinlichkeit für sieben kommerziell verfügbare Antigentests für das Coronavirus untersucht, um festzustellen, wie zuverlässig deren Antigentests funktionieren.

Die Studie fand heraus, dass die Spezifität der untersuchten Tests zwischen 88,24 Prozent und 100 Prozent lag. Wie wahrscheinlich falsch-positive Ergebnisse sind, hängt also zentral vom genutzten Produkt ab.

Hintergrund

Antigen-Tests weisen bestimme Proteinstrukturen des Krankheitserregers nach. Die Rachenproben werden auf eine Testkassette aufgetragen. Bei der Reaktion zeigt sich, ob Virusproteine und damit eine Infektion vorliegt. Eine Infektion wird mit zwei farbigen Linien angezeigt.

Kontakt zur AOK

Ansprechpartner finden

Finden Sie schnell und einfach Ihren Ansprechpartner passend zum Thema.

Zur Ansprechpartnersuche

Kontakt aufnehmen

Sie haben Fragen und Hinweise? Die Experten der AOK helfen Ihnen gern weiter.

Zu den Kontaktangeboten