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25.09.2020 Abschlussbericht zum Personalbemessungsinstrument für die Langzeitpflege liegt vor

News Pflege

Mehr Assistenzkräfte einsetzen und die Aufgabenverteilung innerhalb einer Pflegeeinrichtung qualifikationsorientiert neu strukturieren. Das sind zentrale Empfehlungen des Abschlussberichtes zum Personalbemessungsinstrument für die Langzeitpflege.

Pflegekraft hält die Hand von einer älteren Dame die im Rollstuhl sitzt
©iStock.com/kzenon

Zukünftige Personalbemessung nach § 113c SGB XI (PeBeM)

Für die weitere fachgerechte Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs mehr Assistenzkräfte einsetzen sowie die Aufgabenverteilung innerhalb einer Pflegeeinrichtung qualifikationsorientiert neu strukturieren - das sind zwei zentrale Erkenntnisse aus dem Abschlussbericht zu dem Personalbemessungsinstrument für die Langzeitpflege.

Personalbemessungsverfahren in ausgewählten Einrichtungen erproben

Die Wissenschaftler der Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Heinz Rothgang hatten in den vergangenen drei Jahren Personalbedarfe in der stationären Langzeitpflege strukturiert erhoben und Qualifikationsanforderung bestimmt. Daraus haben sie jetzt Empfehlungen für die Ermittlung künftiger Personalschlüssel abgeleitet. Daher schlagen sie vor, das neue Personalbemessungsverfahren für den stationären Bereich zunächst in ausgewählten Einrichtungen zu erproben und parallel mit einer stufenweisen Einführung in der vollstationären Langzeitpflege zu beginnen.

Pflegebedürftigkeit stärker nach dem Grad differenzieren

„Die Ergebnisse des Projektes zeigen, dass wir die Personalbemessung und die Personalqualifikation sehr viel stärker nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit differenzieren können. Wir werden zu einem neuen Personalmix kommen, der dem Bedarf der pflegebedürftigen Menschen gerecht wird und die heutige starre Quotenwirtschaft ablöst“, erläutert Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), die Ergebnisse des Abschlussberichtes.

„Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff muss gelebter Alltag werden,“ sagt Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. Mit einer einheitlichen Vorgabe, die dennoch die Bewohnerstruktur und die individuell notwendigen pflegerischen Leistungen berücksichtigt, gehe man einen weiteren großen Schritt in Richtung „Pflege der Zukunft“, betont er weiter.

Bericht soll Orientierung für weitere Entscheidungen geben

Laut der Wissenschaftler sollen die Empfehlungen eine Orientierung für weitere Entscheidungen der Bundesregierung und der Partner der Pflegeselbstverwaltung bilden. Für die konkrete Neugestaltung der Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege seinen weitere gesetzliche Regelungen notwendig, die unter Berücksichtigung der Vorschläge aus dem nun vorliegenden Abschlussbericht gestaltet werden können.

Erkenntnisse können nicht auf ambulanten Bereich übertragen werden

Die Bedarfe im ambulanten Bereich hatte Prof. Dr. Andreas Büscher von der Hochschule Osnabrück in einem weiteren Teil der Studie untersucht. Hier kommen die Experten zu der Erkenntnis, dass sich die Vorschläge auf den Bereich der ambulanten Pflege nicht einfach übertragen lassen. Dies sei laut Büscher unter anderem auf die individuell vereinbarten Leistungsinhalte und Umfänge der pflegebedürftigen Menschen mit dem ambulanten Pflegedienst zurückzuführen. Gleichwohl wird auch für den ambulanten Sektor ein erheblicher Personalbedarf konstatiert. Hierzu zeigt der Bericht weiteren Forschungs- und Entwicklungsbedarf auf. Dabei sollen die heterogenen Rahmenbedingungen der ambulanten Pflege berücksichtigt werden.

Hintergrund

Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz hat der Gesetzgeber die Vertragspartner der gemeinsamen Selbstverwaltung in der Pflege beauftragt, ein „wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur einheitlichen Bemessung des Personalbedarfs in Pflegeeinrichtungen nach quantitativen und qualitativen Maßstäben“ zu entwickeln und zu erproben. Der Auftrag für dieses Projekt ging nach einer europaweiten Ausschreibung an die Universität Bremen.

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