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08.09.2022 WIdO-Update: Erneut starke Einbrüche bei Darmkrebs-Operationen

News Krankenhaus

Auch Omikron sorgte Anfang 2022 für niedrige Fallzahlen in deutschen Krankenhäusern – wenngleich aus anderen Gründen als die Varianten zuvor.

Foto: Leere Betten
©iStockfoto/Robert Daly

Fallzahlen bleiben insgesamt niedrig

In der Omikron-Welle sind die Fallzahlen in den deutschen Krankenhäusern in ähnlichem Umfang zurückgegangen wie in den vorangegangenen Infektionswellen. Wie das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) errechnete, lag die Anzahl somatischer Krankenhausfälle von Januar bis Mai 2022 erneut 18 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019. Die Autoren vermuten jedoch andere Ursachen als in den vorangegangenen Pandemiewellen: Anders als zu Beginn der Pandemie dürfte die niedrige Belegung Anfang 2022 eher auf infektionsbedingte Personalausfällen zurückzuführen sein als auf gezielte Absagen geplanter Operationen. Den stärksten Rückgang der Fallzahlen stellte das WIdO im Januar 2022 fest - mit minus 23 Prozent. Im Juni des Jahres hatte sich die Lage mit minus neun Prozent wieder entspannt.

Weniger Herzinfarkt- und Schlaganfall-Behandlungen

Wie in den Covid-19-Wellen zuvor wurden in den Kliniken auch erheblich weniger Notfälle und Krebserkrankungen behandelt. Bei den ambulant-sensitiven Behandlungen gibt es über den gesamten Pandemie-Zeitraum anhaltende Einbrüche. Nahezu normalisiert hat sich die Zahl der Brustkrebs-OPs (minus sieben Prozent), bei Darmkrebs hingegen sind die Fallzahlen mit 20 Prozent in der Omikron-Welle sogar noch stärker gesunken als in den bisherigen Wellen. Bei planbaren Eingriffen, die zu Beginn der Pandemie 2020 noch stark zurückgefahren worden waren, um die Kliniken zu entlasten, gab es zuletzt nur noch moderate Rückgänge.

Hohe Sterblichkeit bei beatmeten Covid-19-Patienten

Unterdessen wurden von Januar bis Mai 2022 auch deutlich weniger Covid-19-Patienten als in den vorherigen Pandemiewellen stationär behandelt, und unter diesen sank der Anteil derer, die aufgrund ihrer Coronaerkrankung beatmet werden mussten. Keine positive Entwicklung gab es allerdings bei der Sterblichkeit der beatmeten Patientinnen und Patienten: Sie blieb auch in der Omikron-Welle auf einem hohen Niveau von über 50 Prozent. Bemerkenswert ist laut WIdO auch der Anteil Kinder und Jugendlicher, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus kamen. Er lag in der in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 zwischen zehn und elf Prozent – im Herbst 2021 (Oktober bis Dezember) waren es nur zwei bis drei Prozent gewesen.

Hintergrund

Grundlage der Berechnungen des WIdO sind die Abrechnungsinformationen der AOK-Versicherten. Das Institut aktualisiert mit den vorliegenden Daten eine Auswertung aus dem April 2022, die anlässlich der Vorstellung des Krankenhaus-Reportes veröffentlicht wurde.

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