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21.09.2022 Digitaler Reifegrad: Öffentliche Krankenhäuser schneiden am besten ab

News Krankenhaus

Konsortium DigitalRadar legt Ergebnisse der ersten Datenerhebung vor.

Symbolbild Digitalisierung
iStockfoto/ipopba

Hamburg und Berlin sind Spitzenreiter

Das Konsortium DigitalRadar hat Mitte September die Ergebnisse zur ersten Datenerhebung aus dem Sommer 2021 veröffentlicht. Demnach erreichen die deutschen Krankenhäuser im Bewertungsschema DigitalRadar Score (DR-Score) durchschnittlich etwa 33 von 100 möglichen Punkten. Die Mehrheit der Häuser (70 Prozent) hat dabei Werte zwischen 23 und 44 Punkten erzielt. Am besten haben die Kliniken öffentlicher Träger abgeschnitten, zudem gibt es regionale Unterschiede: Die Häuser in Berlin, Hamburg und Brandenburg haben insgesamt die höchsten Werte erreicht, Schlusslichter sind Bremen und das Saarland. An der bundesweiten Befragung haben 1.624 Krankenhäuser teilgenommen, das sind etwa 91 Prozent aller Plankrankenhäuser. Die Messung erfolgt im Zusammenhang mit dem Krankenhauszukunftsgesetz: Die die Kliniken sind zur Teilnahme an der Reifegradmessung verpflichtet, wenn sie Mittel aus Förderprogramm (4,3 Milliarden-Euro) beantragen wollen.

Größere Kliniken schneiden besser ab

Auch mit dem Blick auf einzelne Dimensionen der Digitalisierung erzielen die öffentlichen Krankenhäuser fast durchgehend die besten Ergebnisse. Lediglich bei „Patientenpartizipation“ und „Organisatorische Steuerung und Datenmanagement“ erreichen die privaten Kliniken höhere Punktzahlen. Das Konsortium deutet dies als Hinweis darauf, dass diese Dimensionen in zentralen Organisationsstrukturen, wie sie bei Krankenhausketten und -verbünden typischerweise vorhanden sind, den höchsten Mehrwert entfalten. Insgesamt schneiden größere Einrichtungen auch innerhalb der Dimensionen besser ab als kleine.

Um den Digitalisierungsstand besser beschreiben und vergleichen zu können, hat das Konsortium zudem erstmals bundesweit Strukturkennzahlen der Häuser erhoben, etwa Ausgaben für IT-Infrastruktur und Personalkosten oder Informationen zur Breitbandanbindung. So zeigt die Erhebung, dass auch bestimmte Bettenklassen, der Breitbandausbau, der Status als Lehrkrankenhaus, die relative Anzahl mobiler Workstations und die Notfallstufen mit einem höheren Digitalisierungsgrad verbunden sind. Die meisten Kliniken haben Fördermittel denn auch in den Bereichen „Digitale Pflege- und Behandlungsdokumentation“, „Patientenportale“ und „Digitales Medikationsmanagement“ beantragt.

Internationaler Vergleich

Der DigitalRadar enthält zirka 65 Prozent der Kriterien des weltweit anerkannten EMRAM-Reifegradmodells (Electronic Medical Records Adoption Model). Aus dem DR-Score kann somit eine prognostizierte EMRAM-Stufe abgeleitet werden. In diesem Zusammenhang stellt der erste Zwischenbericht des Konsortiums fest, dass sich die meisten Krankenhäuser in Deutschland gemäß EMRAM-Indikator auf der untersten Stufe 0 (von 6 Stufen) befinden.

Hintergrund: Krankenhauszukunftsfonds

Die Reifegradmessung erfolgt im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit. Ihre Ergebnisse sollen Anhaltspunkte für die künftige Digitalstrategie des Gesundheitswesens geben. Auf Basis der individuellen Ergebnisberichts können die Krankenhäuser auch ihre individuellen Handlungsbedarfe identifizieren.

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