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24.03.2021 G-BA hat Corona-Sonderregeln verlängert

News Heilmittel

Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus steigen derzeit wieder schneller an. Um unter anderem Arztpraxen zu entlasten und direkte Arzt-Patientenkontakte möglichst gering zu halten, hat der Gemeinsame Bundesausschuss nun viele Corona-Sonderregeln über das aktuelle Befristungsdatum vom 31. März hinaus verlängert.

Videosprechstunde (Symbolbild)
© iStock.com/AndreyPopov

Gremium reagiert auf das hohe Infektionsgeschehen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Corona-Sonderregeln für die Ausstellung von Krankschreibungen, für ärztlich verordnete Leistungen und Krankentransporte sowie für die telefonische Beratung in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) über den 31. März hinaus verlängert.

Mit den Fristenverlängerungen reagiert das Gremium auf das anhaltend hohe Infektionsgeschehen. Ziel der Verlängerung der Corona-Sonderregeln ist es, Arztpraxen zu entlasten und direkte Arzt-Patienten-Kontakte weiterhin so gering wie möglich zu halten.

Von Arbeitsunfähigkeit bis Videobehandlung

Eine Übersicht über die Beschlüsse des G-BA

Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können damit wie bisher telefonisch für bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden. Niedergelassene Ärzte müssen sich persönlich vom Zustand des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

Die Regel gilt bis zum 30. Juni 2021.

In der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) bleibt der Behandlungsumfang um die Möglichkeit zur telefonischen Beratung für alle Pa­tientengruppen ebenfalls erweitert.

Die Vorschrift gilt bis zum 30. Juni 2021.

Krankenhausärzte können im Rahmen des Entlassmanagements ihren Patienten eine Arbeitsunfähigkeit von 14 Tagen bescheinigen, statt sonst sieben Tage. Zudem können sie für die Dauer von bis zu 14 Tagen häusliche Krankenpflege, spezialisierte ambulante Palliativversorgung, Soziotherapie sowie Hilfs- und Heilmittel verordnen, insbesondere dann, wenn das zusätzliche Aufsuchen einer Arztpraxis vermieden werden soll. Außerdem können die Verordnungsmöglichkeiten von Arzneimitteln bei der Entlassung aus dem Krankenhaus wie bisher flexibler gehandhabt werden.

Diese Regel gilt bis Ende der epidemischen Lage.

Heilmittelverordnungen bleiben auch dann gültig, wenn es zu einer Leistungsunterbrechung von mehr als 14 Tagen kommt. Darüber hinaus bleiben Ausnahmen für bestimmte Fristen bei Verordnungen im Bereich der häuslichen Krankenpflegebestehen. Folgeverordnungen müssen nicht in den letzten drei Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums ausgestellt werden. Außerdem können Ärzte Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege für bis zu 14 Tage rückwirkend verordnen. Ebenfalls muss vorübergehend eine längerfristige Folgeverordnung von häuslicher Krankenpflege nicht begründet werden.

Die Regelung gilt bis zum 30. September 2021.

Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an Corona erkranktenVersicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, bedürfen wie bisher vorübergehend nicht der vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse.

Gilt bis Ende der epidemischen Lage.

Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel und Heilmittel dürfen weiterhin auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den Arzt erfolgt ist. Die Verordnung kann dann postalisch übermittelt werden. Dies gilt im Bereich der Heilmittel auch für Folgeverordnungen von Zahnärzten. Ebenso sind weiterhin Verordnungen von Krankentransporten und Krankenfahrten aufgrund telefonischer Anamnese möglich.

Die Vorschrift ist bis 30. September 2021 gültig.

Eine Behandlung ist weiterhin auch per Video möglich, wenn dies aus therapeutischer Sicht möglich und Patienten einverstanden sind. Diese Regelung gilt für eine Vielzahl von Heilmitteln, die von Vertrags(zahn)ärzten verordnet werden können. Auch Soziotherapie und psychiatrische häusliche Krankenpflege können mit Einwilligung der Patienten per Video erbracht werden.

Die Vorschrift ist bis 30. September 2021 gültig.

Der entsprechende G-BA-Beschluss zu den Sonderregeln tritt zum 1. April 2021 in Kraft.

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