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16.10.2020 Telefonische Krankschreibung bis Ende 2020

News Arzt & Praxis

Niedergelassene Ärzte können ab dem 19. Oktober 2020 Patienten per Telefon krankschreiben. Darauf hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) angesichts steigender Covid-19-Infektionszahlen verständigt.

Mann mit Mundschutz hält ein Handy in der Hand
©iStock.com/Patrick Daxenbichler

Regelung für leichte Atemwegserkrankungen

Diese Regelung gilt deutschlandweit für Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden. Der Beschluss tritt nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger mit Wirkung vom 19. Oktober in Kraft. Ärzte können ihre Patienten nach telefonischer Anamnese für bis zu sieben Kalendertage krankschreiben. Eine einmalige Verlängerung ist für weitere sieben Kalendertage ohne Besuch der Arztpraxis möglich. Das Verfahren bleibt mindestens bis zum 31. Dezember 2020 in Kraft. Wie der G-BA mitteilte, wolle man „vor dem Auslaufen über eine Anpassung der zeitlichen Befristung beraten“.

Abgrenzung zur Videosprechstunde

Unabhängig von dieser befristeten Sonderregelung haben Vertragsärzte seit dem 7. Oktober 2020 grundsätzlich die Möglichkeit, ihnen bekannten Patienten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nach einer Video-Untersuchung auszustellen. Dies ist nicht auf Atemwegserkrankungen beschränkt.

Analyse des WIdO zu Fehlzeiten in der Pandemie

Eine aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zu den Fehlzeiten im „Pandemie-Jahr“ 2020 zeigt, dass lediglich im März und April 2020 ein höherer Krankenstand zu verzeichnen war als im Mittel der letzten zehn Jahre. Er lag im März 2020 knapp zwei Prozentpunkte und im April 2020 nur noch 0,4 Prozentpunkte über dem Monatsdurchschnitt der letzten zehn Jahre. Die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung wegen Atemwegserkrankungen, die von Anfang März bis Ende Mai 2020 galt, dürfte einen Einfluss auf die erhöhten Krankenstände im Vergleich zu den Vorjahren gehabt haben. „Gleichzeitig sprechen die Daten dafür, dass Ärzteschaft und Beschäftigte mit dieser temporären Regelung verantwortungsvoll umgegangen sind“, betont der stellvertretende WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder. Im Mai und Juni 2020 sei der Krankenstand leicht hinter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre zurückgeblieben. „Somit fällt die Zwischenbilanz für das Jahr 2020 trotz der zwischenzeitlichen Ausschläge nach oben und unten insgesamt eher unspektakulär aus“, so Schröders Fazit.

Nicht mit Erkältung ins Wartezimmer

Derzeit beschleunige sich die Infektionsdynamik mit dem Covid-19-Virus wieder. Zugleich treten vermehrt grippale Infekte auf. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA, sagte: „Wenn wir in dieser ernsten Situation eines nicht brauchen, sind es volle Wartezimmer. Denn allein durch mögliche Kontakte auf dem Weg in die Praxis oder beim Warten in geschlossenen Räumen steigt das Risiko, sich anzustecken.“

Mit der Krankschreibung per Telefon gebe es für Menschen mit leichten Atemwegserkrankungen eine gute Alternative zum Praxisbesuch. Die Erfahrungen aus dem Frühjahr mit der Krankschreibung per Telefon hätten gezeigt, wie umsichtig Versicherte damit umgehen. Von der räumlichen Trennung der Fälle sollen vor allem auch viele ältere und multimorbide Risikopatienten ohne Atemwegsprobleme profitieren. 

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