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Hitzeschutzpläne für Krankenhäuser

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat spezielle Empfehlungen zum Hitzeschutz für Krankenhäuser veröffentlicht.

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iStockfoto/assalve

Klimawandel als Versorgungsrisiko

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat spezielle Empfehlungen zum Hitzeschutz für Krankenhäuser veröffentlicht. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stellte den sogenannten Musterhitzeschutzplan Ende Mai auf der der 2. Hitzeschutzkonferenz in Berlin vor. Geschützt werden sollen insbesondere vulnerable Gruppen, die in besonderer Weise durch hohe Temperaturen gefährdet sind. Das Konzept wurde mit Expertinnen und Experten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens entwickelt, darunter das Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Deutsche Pflegerat (DPR). Der Plan steht den Kliniken als unverbindliche Empfehlung zum Download zur Verfügung. 

  • Empfohlen werden Maßnahmen wie die folgenden:
  • Benennung einer verantwortlichen Person für den Hitzeschutz und die Erstellung eines Hitzeschutzplans. 
  • Umfangreiche Aufklärung der Patientinnen und Patienten besonders in den Sommermonaten. Erfassung und Berücksichtigung individueller Risiken für hitzebedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen.
  • Angemessene Lagerung wärmeempfindlicher Medikamente und Materialien.
  • Bestimmung von Kühl-Zonen oder Erstellung von Lüftungskonzepten. 
  • Gesonderte Empfehlungen für die Hitze-Warnstufen 1 und 2, zum Beispiel eine Anpassung der Speise- und Getränkeversorgung sowie die verstärkte Beobachtung vulnerable Patientinnen und Patienten.

Langfristige Maßnahmen

Mittel- bis langfristig sollten Aspekte des Hitzeschutzes bei Neu- und Umbauten sowie bei Renovierungen berücksichtigt werden; dabei könnten zunehmend auch technische Hitzeschutzmaßnahmen wie Fassadenbegrünungen umgesetzt werden. Laut BMG werde der Klimawandel den Hitzeschutz zu einem Dauerproblem machen. Insbesondere Ältere, Kranke und Menschen im Freien seien Risiken ausgesetzt.