Expertenforum - Zuschuss vom AG zur privaten KV/PV

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  • 01
    Zuschuss vom AG zur privaten KV/PV

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    ein AN von uns ist privat versichert und mit Steuerkarte 6 angemeldet. Wie berechne ich als AG den anteiligen Zuschuss vom AG zur privaten KV/PV?

    Muss ich Rücksprache mit KK halten bzw. was passiert, wenn der Zuschuss vom AG nicht bezahlt wird?


    Vielen Dank für die Rückmeldung.

  • 02
    RE: Zuschuss vom AG zur privaten KV/PV

    Hallo Personal_BW,
     
    bei der Ermittlung der Höhe der von den Arbeitgebern zu zahlenden Beitragszuschüsse sowie bei Fragen zu Konsequenzen für Arbeitgeber, die den verpflichtenden Zuschuss nicht zahlen, sind arbeitsrechtliche Regelungen betroffen, zu denen wir im Rahmen dieses Forums keine konkrete Stellungnahme abgeben können.

    Grundsätzlich gilt folgendes:
    Arbeitnehmer, die nur wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungs-frei und freiwillig krankenversichert sind, erhalten nach § 257 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch (SGB) V von ihrem Arbeitgeber als Beitragszuschuss den Betrag, den der Arbeitgeber bei Versicherungspflicht des Arbeitnehmers als Beitragsanteil zu tragen hätte.
    Bestehen innerhalb desselben Zeitraums mehrere Beschäftigungsverhältnisse, sind die beteiligten Arbeitgeber nach § 257 Abs. 1 Satz 2 SGB V anteilig nach dem Verhältnis der Höhe der jeweiligen Arbeitsentgelte zur Zahlung des Beitragszuschusses verpflichtet.
     
    Eine entsprechende Regelung zur anteiligen Aufteilung des Beitragszuschusses nach dem Verhältnis der Höhe der jeweiligen Arbeitsentgelte besteht in § 257 Abs. 2 Satz 5 SGB V auch für die versicherungsfreien oder von der Versicherungspflicht befreiten Arbeitnehmer, die bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert sind.
    Der Zuschuss wird in Höhe des Betrages gezahlt, der sich bei Anwendung der Hälfte des Beitragssatzes nach § 241 zuzüglich der Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes nach § 242a und der nach § 226 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bei Versicherungspflicht zugrunde zu legenden beitragspflichtigen Einnahmen als Beitrag ergibt, höchstens jedoch in Höhe der Hälfte des Betrages, den der Beschäftigte für seine Krankenversicherung zu zahlen hat.
    Der Zuschuss wird grundsätzlich in Höhe des Betrages gezahlt, der sich bei Anwendung der Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes bei Versicherungspflicht zugrunde zu legenden beitragspflichtigen Einnahmen als Beitrag ergibt, höchstens jedoch in Höhe der Hälfte des Betrages, den der Beschäftigte für seine Krankenversicherung tatsächlich zu zahlen hat.
    Weitergehende Informationen zum Thema können Sie den „Gemeinsamen Grundsätzen zur Beitragsberechnung nach § 22 Abs. 2 SGB IV bei Arbeitnehmern mit mehreren versicherungspflichtigen Beschäftigungen“ vom 12. November 2014 entnehmen.
    Den entsprechenden Link finden Sie hier:
    https://www.aok.de/fk/fileadmin/user_upload/sv/rundschreiben/2010-2016/rds_20141112_22Abs2SGBIV.pdf

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Expertenteam

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