Expertenforum - Zuschuss Mutterschaftsgeld bei Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit

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  • 01
    Zuschuss Mutterschaftsgeld bei Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit

    Liebes Expertenteam,

    bei uns ist eine Mitarbeiterin am 01.12.2021 eingetreten. Es wurde ein Vollzeitvertrag geschlossen, jedoch mit einer Zusatzvereinbarung, dass während der Elternzeit in Teilzeit gearbeitet wird. Nun ist die Mitarbeiterin während dieser Teilzeitbeschäftigung erneut schwanger geworden. Somit müsste der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld aus dem Vollzeitgehalt bezahlt werden. Da wir aber erst seit 01.12.2021 der Arbeitgeber sind, wäre meine Frage, was hier nun als Grundlage genommen werden muss für die Berechnung. Vielen Dank für eine kurze Rückmeldung.

     

  • 02
    RE: Zuschuss Mutterschaftsgeld bei Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit

    Hallo Wertachklinik,

    Fragen zur Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld betreffen das Arbeitsrecht. Arbeitsrechtliche Fragen können wir innerhalb dieses Forums nicht beantworten.

    Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir hierzu nur eine allgemeine Auskunft geben.  
    Weitergehende Antworten auf arbeitsrechtliche Fragen (z.B. Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld) erhalten Sie u.a. von Arbeitgeberverbänden, Kammern (Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammer) oder von Fachanwälten für Arbeitsrecht.

    Grundsätzlich gilt:

    die Möglichkeit der vorzeitigen Beendigung der Elternzeit wird im § 16 Abs. 3 Satz 3 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) geregelt. Wird die Elternzeit aufgrund der Wahrung der Schutzfristen (§ 3 MuSchG) beendet, so entsteht neben dem Anspruch auf Mutterschaftsgeld durch die Krankenkasse auch ein erneuter Anspruch auf den „Zuschuss“ zum Mutterschaftsgeld (§ 20 MuSchG). Er wird für die Zeit der Schutzfristen vor und nach der Entbindung sowie für den Entbindungstag in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen 13,00 € und dem durchschnittlichen kalendertäglichen Nettoentgelt gezahlt.

    Arbeitnehmerinnen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtiges Mitglied sind, haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld gegenüber der zuständigen Krankenkasse (in Höhe von bis zu 13,00 € kalendertäglich). Bei Arbeitnehmerinnen in Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit sind für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes die letzten drei abgerechneten Kalendermonate aus der Teilzeitbeschäftigung zugrunde zu legen.

    Werden Arbeitnehmerinnen durch diese Regelung schlechter gestellt als Frauen, die während der Elternzeit keine Beschäftigung ausgeübt haben, so ist aufgrund einer Ausnahmeregelung für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes eine Gleichstellung mit Arbeitnehmerinnen vorzunehmen, die keine Beschäftigung während der Elternzeit ausgeübt haben. Nur in den Fällen, bei denen das Mutterschaftsgeld aus der Teilzeitbeschäftigung weniger als 13,00 €/Tag beträgt, ist der Bemessungszeitraum aus der vorangegangenen (ersten) Schutzfrist zugrunde zu legen.

    Mit freundlichen Grüßen  

    Ihr Expertenteam  

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