Expertenforum - Zuschuss BAV

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  • 01
    Zuschuss BAV

    Ein Mitarbeiter hat ein Bruttogehalt von 5.000€

    Er verdient also über der BBG der KV.

    Somit muss man eigentlich nicht 15% Zuschuss, sondern nur 10,5% Zuschuss zahlen.

    Durch seine DV in Höhne von 400€ jährlich, kommt er aber in diesem Monat unter die BBG KV.


    Müssen für den Mitarbeiter dann 10,5% oder 15% Zuschuss bezahlt werden?


    Geht man für die Berechnung der Höhe des Zuschusses von der Lohnbetrachtung vom tatsächlichen Brutto aus oder von dem Brutto abzüglich der DV?

  • 02
    RE: Zuschuss BAV

    Guten Tag,
     
    für umgewandeltes Arbeitsentgelt, das in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder in einen Pensionsfonds einfließt, besteht aufgrund der Steuerfreiheit auch Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Renten-versicherung (2022: 3.384 Euro) jährlich. Diese Beitragsersparnis soll ab dem 01.01.2022 vom Arbeitgeber auch für Altverträge an die betriebliche Altersversorgung des Arbeitnehmers weitergeben werden. Als Altverträge gelten dabei alle bAV-Verträge, die vor dem 1. Januar 2019 geschlossen wurden.
     
    Ab dem 01.01.2022 haben Arbeitgeber zu allen Entgeltumwandlungen in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) einen verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss zahlen (§ 1a Abs. 1a BetrAVG).

    Dieser ist dann zu gewähren, wenn der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung tatsächlich Sozialversicherungsbeiträge einspart. Der Zuschuss kann pauschal in Höhe von 15 Prozent des umgewandelten Betrages gezahlt oder bei geringerer Sozialversicherungsersparnis für jeden einzelnen Mitarbeiter beziehungsweise jede einzelne Mitarbeiterin "spitz", also auf den Cent genau, ermittelt werden.

    Unabhängig davon, welche Berechnungsvariante vom Arbeitgeber genutzt wird, ist die Zuschusspflicht auf 15 Prozent begrenzt.
     
    Die Verpflichtung zum Beitragszuschuss besteht nur insofern der Arbeitgeber aufgrund der Entgeltumwandlung auch Sozialversicherungsbeiträge einspart. Fällt keine Beitragsersparnis durch die Entgeltumwandlung an, weil die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung auch nach der Entgeltumwandlung noch überschritten ist, ist auch kein Zuschuss abzuführen.

    Die gesetzliche Grundlage für die Zuschusspflicht des Arbeitgebers im Falle der Entgeltumwandlung finden Sie in § 1a Abs. 1a BetrAVG. Dort ist geregelt, dass der Arbeitgeber 15% des umgewandelten Entgelts als Zuschuss zur betrieblichen Altersversorgung abführen muss, soweit er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge "einsparen" würde. Der Gesetzgeber möchte also vermeiden, dass der Arbeitgeber durch die vom Arbeitnehmer veranlasste Entgeltumwandlung besser gestellt wird (Zahlung geringerer Sozialversicherungsbeiträge) als ohne die Umwandlung. 
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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