Expertenforum - Witwenrente und Beiträge zur freiwilligen KV und PV

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  • 01
    Witwenrente und Beiträge zur freiwilligen KV und PV

    Eine Gesllschafter-Geschäftsführerin einer GmbH bezieht eine Witwenrente. Außerdem bezieht sie aus dem Geschäftsführeranstellungsvertrag mit der GmbH ein Gehalt. Sie hat das 58. Lebensjahr vollendet. Bislang war sie gesetzlich pflichtversichert. Da sie 100 % der Anteile an der GmbH erhalten/erworben hat und einen Anstellungsvertrag mit der GmbH hat, ist sie nunmehr nicht mehr sozialversicherungspflichtig. Sie hat deshalb einen Antrag auf freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse gestellt. Von der Krankenkasse wurde ihr mitgeteilt, dass eine freiwillige Mitgliedschaft nicht zustande kommt, da sie in der Krankenversicherung der Rentner gemeldet ist.

    Meiner Meinung nach ist dies nicht korrekt, oder? Meiner Meinung nach werden zwar auf die Witwenrente Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge einbehalten, allerdings gehört das GF-Gehalt zum Arbeitseinkommen und hierauf sind auch Beiträge fällig. Das GF-Gehalt übersteigt die BBG in der KV. Sie müsste doch dann den Höchsbeitrag in der freiwilligen KV bezahlen? Wenn ja, wird dieser zum Teil über den Rentenservice der Deutschen Post abgeführt und der Restbetrag ist von der Gesellschafterin an die Krankenkasse zu zahlen?

  • 02
    RE: Witwenrente und Beiträge zur freiwilligen KV und PV

    Hallo Behmel,
     
    Rentner, die „hauptberuflich“ selbstständig erwerbstätig sind, können nicht in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) versichert werden. Sie können ihren Versicherungsschutz allerdings im Rahmen einer freiwilligen Krankenversicherung sicherstellen.
     
    Allerdings bitten wir um Verständnis, dass wir im Rahmen dieses Forums zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder nur eine grundsätzliche Information geben können.
     
    Die Beitragsberechnung freiwilliger Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung ist geregelt in den „einheitlichen Grundsätzen zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung und weiterer Mitgliedergruppen sowie zur Zahlung und Fälligkeit der von Mitgliedern selbst zu entrichtenden Beiträge“ (Beitragsverfahrensgrundsätze Selbstzahler).
     
    Danach werden die Beiträge nach den beitragspflichtigen Einnahmen des Mitglieds bemessen. Hierbei ist die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Mitglieds zu berücksichtigen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wird bestimmt durch alle Einnahmen und Geldmittel, die zum Lebensunterhalt verbraucht werden oder verbrauchen werden könnten.
     
    Bei Vorliegen einer hauptberuflichen selbstständigen Erwerbstätigkeit, werden der Beitragsbemessung nacheinander zugrunde gelegt
     
    1. das Arbeitseinkommen aus der hauptberuflichen selbstständigen Erwerbstätigkeit,
    2. der Zahlbetrag der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung.
     
    Eine abschließende Klärung der individuellen Beitragseinstufung kann nur durch die zuständige Krankenkasse unter Vorlage der notwendigen Unterlagen (z.B. Einkommenssteuer- und Rentenbescheid) erfolgen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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