Expertenforum - Werkstudentenvertrag in direktem Anschluss an eine kruzfristige Beschäftigung

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  • 01
    Werkstudentenvertrag in direktem Anschluss an eine kruzfristige Beschäftigung

    Hallo liebes Team,


    ich habe einen Studenten, der in der Zeit vom 05.07.2021 - 31.08.2021 über eine kurzfristige Beschäftigung in unserem Unternehmen tätig war und somit keine Beiträge in die SV gezahlt hat.

    Nun hat dieser Student einen Werkstudentenvertrag ( 14 Std. por Woche) ab 01.09.2021 erhalten.

    Diese Beschäftigung würde ich dann ab 01.09.2021 mit dem Beitragsgruppenschlüssel 0100 abrechnen. Ist das so korrekt oder muss ich rückwirkend mit dem Beitragsgruppenschlüssel 0100 abrechnen?

    Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Annabell Masan

  • 02
    RE: Werkstudentenvertrag in direktem Anschluss an eine kruzfristige Beschäftigung

    Sehr geehrte Frau Masan,
     
    eine kurzfristige Beschäftigung liegt dann vor, wenn die Beschäftigung für eine Zeitdauer ausgeübt wird, die im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist. Außerdem darf die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt werden.
     
    Stellt sich im Laufe der Beschäftigung heraus, dass sie länger dauern wird, liegt eine kurzfristige Beschäftigung bereits ab dem Tage nicht mehr vor, an dem das Überschreiten der Zeitdauer erkennbar wird, also nicht erst nach Ablauf der drei Monate bzw. 70 Arbeitstage; für die zurückliegende Zeit verbleibt es bei der kurzfristigen Beschäftigung. Beschäftigungen, die beim gleichen Arbeitgeber ausgeübt werden, werden i. d. R. als Einheit betrachtet, wenn sie rechtlich und inhaltlich nicht klar voneinander abgegrenzt werden können oder nicht mindestens ein Zeitraum von zwei Monaten dazwischen liegt.

    Personen, die während der Dauer ihres Studiums als ordentliche Studierende einer Hochschule gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind, sind als Arbeitnehmer kranken-, pflege- und arbeitslosenversicherungsfrei (Werkstudentenprivileg). Dies gilt vor allem für Personen die neben ihrem Studium nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich beschäftigt sind. Sie gehören ihrem Erscheinungsbild nach grundsätzlich zu den Studenten und nicht zu den Arbeitnehmern. Die Höhe des Arbeitsentgelts ist dabei ohne Bedeutung.

    Die Beschäftigung ab 01.09.2021 kann daher als Werkstudent, nur rentenversicherungspflichtig mit den Beitragsgruppen 0100, abgerechnet werden.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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