Expertenforum - Werkstudenten 20-Std.-Grenze Wochenende

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  • 01
    Werkstudenten 20-Std.-Grenze Wochenende

    Hallo Experten-Team,


    wir haben seit Anfang des Jahres einen Werkstudenten bei uns beschäftigt. Mit seiner Tätigkeit in unserem Unternehmen unterliegt er der 20-Stunden Grenze und erfüllt somit den Werkstudentstatus. Sollte der Mitarbeiter nun ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis bei einem weiteren Arbeitgeber beginnen, an welchem er ausschließlich an den Wochenenden beschäftigt wäre, und somit die 20-Stunden-Grenze überschreitet, würde er somit seinen Werkstudentstatus verlieren und die Tätigkeit müsste bei uns als Arbeitgeber als sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis abgerechnet werden?

    Greift hier evtl. auch die 26 Wochen Regelung?


    Für die Beantwortung meiner Frage danke ich bereits im Voraus.


     

  • 02
    RE: Werkstudenten 20-Std.-Grenze Wochenende

    Hallo ABLE,

    bei Studenten, die mehrere Beschäftigungen nebeneinander ausüben, sind zur Prüfung der Frage, ob die 20 Wochenstunden-Grenze erreicht oder überschritten wird, die wöchentlichen Arbeitszeiten der nebeneinander ausgeübten Beschäftigungen zusammenzurechnen. Ergibt die Zusammenrechnung, dass die wöchentliche Arbeitszeit insgesamt mehr als 20 Stunden beträgt, ist nicht mehr vom Erscheinungsbild eines ordentlichen Studenten auszugehen. Bei nebeneinander ausgeübten Beschäftigungen ist in einem weiteren Schritt zu prüfen, ob bei einer Beschäftigung gegebenenfalls die Merkmale einer geringfügig entlohnten bzw. einer kurzfristigen Beschäftigung vorliegen.
     
    Die Arbeitszeit bei einer Beschäftigung im Rahmen der 20 Wochenstunden-Grenze kann allerdings während der Vorlesungszeit auf über 20 Wochenstunden ausgeweitet werden.

    Dies setzt jedoch voraus, dass es sich um eine im Voraus befristete Zeit handelt.  Außerdem darf das Überschreiten der 20-Wochenstunden-Grenze nur durch Beschäftigungszeiten am Wochenende oder in den Abend- und Nachtstunden erfolgen.
     
    Dabei dürfen diese Beschäftigungszeiten im Laufe eines Jahres 26 Wochen nicht überschreiten (26 Wochen-Regelung).
     
    Studierende, die im Laufe eines Jahres (nicht Kalenderjahres) mehrmals eine Beschäftigung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden ausüben, sind vom Erscheinungsbild nicht mehr als ordentlich Studierende, sondern als Beschäftigte anzusehen, wenn die Zusammenrechnung der Beschäftigungszeiten mehr als 26 Wochen (182 Kalendertage) ergibt.
     
    Der Jahreszeitraum zur Statusbestimmung ist in der Weise zu ermitteln, dass vom voraussichtlichen Ende der zu beurteilenden Beschäftigung ein Jahr zurückgerechnet wird.
    (Bsp.: Beschäftigungsende 31.08.2022; Jahreszeitraum 01.09.2021 – 31.08.2022)
     
    Anzurechnen sind alle Beschäftigungen in diesem Zeitraum, in denen – unabhängig von der versicherungsrechtlichen Beurteilung – die wöchentliche Arbeitszeit mehr als 20 Stunden beträgt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beschäftigungen bei demselben Arbeitgeber oder bei verschiedenen Arbeitgebern ausgeübt werden, jedoch bleiben vorgeschriebene Zwischenpraktika unberücksichtigt.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     
     

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