Expertenforum - Werkstudenten

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Expertenforum

Experten antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung

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Darüber hinaus können Sie sich im Expertenforum mit anderen Nutzern zu persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Sozialversicherung austauschen.

  • 01
    Werkstudenten
    Ein bei der AOK versicherter Werkstudent verdient für die nächsten 12 Monate vorausschauend 10x 410,00 Euro (also unter 450 Euro) und zwei Mal während der Semesterferien je ca. 800 Euro. Ist dieser durchgehend Minijobber oder als Werkstudent anzumelden? 6500 oder 0100?
  • 02
    RE: Werkstudenten

    Hallo Rechner#1,

     

    bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450,00 € übersteigt, ist vom regelmäßigen

    Arbeitsentgelt auszugehen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig

    von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht, wobei

    maximal ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde zu legen ist. Dabei darf das regelmäßige

    monatliche Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450,00 € nicht übersteigen (maximal 5.400 € pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate

    dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat). Es ist mindestens auf das Arbeitsentgelt abzustellen, auf das der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch hat (z. B. aufgrund eines Tarifvertrags, einer Betriebsvereinbarung oder einer Einzelabsprache); insoweit kommt es auf die Höhe des tatsächlich gezahlten Arbeitsentgelts nicht an.

     

    Ob die für die geringfügig entlohnte Beschäftigung maßgebende Entgeltgrenze regelmäßig

    im Monat oder nur gelegentlich unter- oder überschritten wird, ist stets bei Beginn der

    Beschäftigung und erneut bei jeder dauerhaften Veränderung in den Verhältnissen (z. B.

    Erhöhung oder Reduzierung des Arbeitsentgelts) im Wege einer vorausschauenden Betrachtung zu beurteilen.

     

    Wird eine Beschäftigung mit einem Arbeitsentgelt von nicht mehr als 450,00 € im Monat durch die vertragliche Erweiterung der Arbeitszeit auf eine Beschäftigung mit einem Arbeitsentgelt von mehr als 450,00 € im Monat umgestellt, ist der Beschäftigungsabschnitt ab dem jeweiligen Zeitpunkt der Änderung getrennt zu beurteilen.

     

    Aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben wird das zunächst geringfügig entlohne Beschäftigungsverhältnis durch die in den Semesterferien geleistete Mehrarbeit rentenversicherungspflichtig im Rahmen der Werkstudentenregelung. Sofern der Mitarbeiter nach den Semesterferien die Arbeitszeit reduziert und dadurch das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt die Geringfügigkeitsgrenze wieder unterschreiten wird, liegen ab diesem Zeitpunkt wieder die Voraussetzungen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung vor.     

     

    Mit freundlichen Grüßen

     

    Ihr Expertenteam

     

     

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