Expertenforum - Werkstudent Kennzeichen Midijob

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Expertenforum

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  • 01
    Werkstudent Kennzeichen Midijob

    Hallo Experten Team,


    wie beurteilt man Abruf Werkstudenten richtig, die auf Abruf beschäftigt sind und dadurch sehr unterschiedliche Arbeitsstunden erwirtschaften.

    (Max. 20 Std. die Wochen während des Semesters)

    E geht um Abrufaushilfen / Werkstudenten mit mind. 6 Std. Einsatz pro Woche.


    Mit geht es um die Kennzeichenpflicht _ Midijob:

    In machen Monaten kommen die Studenten unter 450,00€ ist es dann trotzdem richtig, dass man das Kennzeichen Midijob hinterlegt`?


    SV: 0100 Midijob


    Für Ihre Antwort bedanke ich Voraus.


    Viele Grüße!



     

  • 02
    RE: Werkstudent Kennzeichen Midijob

    Hallo PersoSTW,

    bei den Regelungen von „Arbeit auf Abruf“ sind vordergründig arbeitsrechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Daher bitten wir um Verständnis, dass wir im Rahmen dieses Forums nur eine allgemeine Stellungnahme zu dieser Thematik abgeben können.

    Antworten auf arbeitsrechtliche Fragen erhalten Sie u.a. von Arbeitgeberverbänden, Kammern (Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer) und Fachanwälten für Arbeitsrecht. 
     
    Grundsätzlich gilt folgendes:
     
    Bei der „Arbeit auf Abruf“ handelt es sich um eine Vereinbarung, nach der der Arbeitnehmer die Arbeitsleistung schwankend entsprechend dem Arbeitsanfall nach einseitiger Anweisung des Arbeitgebers zu erbringen hat. Hierbei sind gesetzliche Vorgaben zu beachten, die Bedingungen sind im § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) geregelt. Es handelt sich um eine arbeitsrechtliche Schutzregelung für den Arbeitnehmer. Sie greift in der Regel immer dann, wenn die zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber getroffene Absprache nicht arbeits- oder tarifvertraglich bzw. in einer Betriebsvereinbarung geregelt ist. 

    Nach dem TzBfG „muss“ in einer Abruf-Vereinbarung eine bestimmte Dauer der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit festgelegt sein. Eine festgelegte Mindestarbeitszeit darf dabei um nicht mehr als 25 Prozent überschritten werden.

    Sofern das nach den arbeitsrechtlichen Kriterien ermittelte monatliche Entgelt die 450 €-Grenze nicht übersteigt, sind die Beiträge nach den Regeln für geringfügig entlohnte Beschäftigungen an die Minijobzentrale zu entrichten.  

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Expertenteam

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