Expertenforum - Welcher Bemessungszeitraum bei unterschiedlichen Arbeitszeiten ?

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  • 01
    Welcher Bemessungszeitraum bei unterschiedlichen Arbeitszeiten ?

    Ein hallo an das Expertenteam und zuvor schon vielen Dank

    Eine Arbeitnehmerin mit befristetem Teilzeitvertrag ist noch bis zum 2.10.22 krank geschrieben und bezieht Krankengeld von der AOK.

    Der Teilzeitvertrag mit wöchendlicher Arbeitszeit von 35h/Woche lief am 31.07.22 aus und dannach gilt wieder der ürsprüngliche Vertrag von 40h/Woche.

    Am 4.10.22 wird die Arbeitnehmerin wieder Ihre Arbeit mit 40h/Woche aufnehmen.

    Zwischen Dez. und Jan. ist eine weitere OP aufgrunfd einer anderen Krankheit geplant und es wird wieder Krankengeld anfallen.

    Da es sich um eine Op mit längererem Arbeitsausfall mit anschliessender Reha handeln wird , stellt sich die Frage nach welchem Gehalt das Krankengeld von der AOK erfolgt . Liegt der Bemessungszeitraum dann zwischen 2 oder 3 Monate des letzten Gehalts 40/h Woche oder wird das Jahreseinkommen zugrunde gelegt ?

    Vielen Dank im voraus

  • 02
    RE: Welcher Bemessungszeitraum bei unterschiedlichen Arbeitszeiten ?

    Hallo Frau Müller,
     
    für die Berechnung des Krankengeldes ist nach den Regelungen des § 47 Sozialgesetzbuch (SGB) V grundsätzlich das im letzten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit abgerechneten Entgeltabrechnungszeitraum erzielte „beitragspflichtige“ Arbeitsentgelt maßgebend.
     
    Dabei ist ein “abgerechneter” Entgeltabrechnungszeitraum ein Zeitraum, für den der Arbeitgeber üblicherweise die Entgeltberechnung abgeschlossen hat.
     
    Da aufgrund Ihrer Schilderung im „letzten abgerechneten“ Entgeltabrechnungszeitraum (vor Beginn der „voraussichtlichen“ Arbeitsunfähigkeit im Dezember oder Januar) ein Entgeltanspruch aufgrund einer 40h/Woche bestehen wird, ist dies als Grundlage für die Berechnung des Krankengelds zu nehmen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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