Expertenforum - Weiterbeschäftigung Pensionär*in

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Expertenforum

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  • 01
    Weiterbeschäftigung Pensionär*in

    Hallo liebes Experten-Team,

    wie ist die SV-Schlüsselung korrekt vorzunehmen und ist aufgrund von Personengruppenwechsel (Statuswechsel) eine 2-monatige Unterbrechung in folgendem Fall zwingend nötig?

    Der Fall:

    Beamter beantragt beim Dienstherrn abschlagsfreie Pensionierung mit 64 Jahren ab 01.05.2023. Die Regelaltersgrenze (66 Jahre + 2 Monate für Jahrgang 1959) erreicht er am 01.07.2025.

    Beihilfeanspruch und private Krankenversicherung besteht.

    Die Person war vor Pensionierung als beurlaubter Beamter bereits beschäftigt und soll nun nach der Pensionierung (ohne Pause) weiter im Übergangsbereich beim selben Arbeitgeber beschäftigt werden. Die bisherige Tätigkeit wird unverändert weiter geführt, nur mit reduzierter Wochenarbeitszeit und auf Stundenbasis.


    Aktuell ist die Person mit PGr. 190 und BGr. 0 0 0 0 geschlüsselt. Für die Nebentätigkeit im Übergangsbereich wäre sie ja aber mit PGr. 119 zu schlüsseln und BGr 0 3 1 0, oder?


    Macht es einen Unterschied, ob eine 2 monatige "Pause" eingelegt wird, bzw. was passiert, wenn übergangslos direkt im Anschluss weiter gearbeitet wird?


    Vielen Dank für Ihre Einschätzung und

    freundliche Grüße

  • 02
    RE: Weiterbeschäftigung Pensionär*in

    Hallo BarbaraE,

    Pensionäre (Beamte im Ruhestand), die noch eine Beschäftigung ausüben, sind versicherungsfrei in der Krankenversicherung und daher nicht versicherungspflichtig in der sozialen Pflegeversicherung. In der Rentenversicherung sind diese Personen versicherungsfrei, wenn sie eine Pension wegen Alters beziehen. Trotz bestehender Rentenversicherungsfreiheit hat der Arbeitgeber seinen Beitragsanteil abzuführen. In der Arbeitslosenversicherung unterliegen Pensionäre in ihrer (Neben-) Beschäftigung der Versicherungspflicht, sofern sie noch nicht das Lebensjahr für den Anspruch auf Regelaltersrente vollendet haben.
     
    Ab dem Zeitpunkt, ab dem der Pensionär in dem von Ihnen beschriebenen Sachverhalt eine Pension wegen Erreichens einer Altersgrenze bezieht und er die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat, lautet der Beitragsgruppenschlüssel „0310“ (Personengruppengruppenschlüssel „119“) ggf. unter Berücksichtigung der Regelungen des Übergangsbereichs.
     
    Dies gilt unabhängig davon, ob der Pensionär vorher eine zweimonatige Pause eingelegt hat oder während seines „Statuswechsels“ vom „beurlaubten Beamten“ zum „Alterspensionär“ durchgehend beschäftigt wird.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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