Expertenforum - Verstorbene Mitarbeiter*innen - Nachzahlung an Erben

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  • 01
    Verstorbene Mitarbeiter*innen - Nachzahlung an Erben

    Liebes Expertenforum,


    durch die neue Entgeltordnung werden bei uns jetzt viele Mitarbeiter*innen rückwirkend zum 01.01.2020 höhergruppiert und erhalten eine Nachzahlung. Hiervon betroffen sind auch bereits verstorbene Beschäftigte.

    Beispiel: Mitarbeiter verstorben am 20.06.2020

    Nachzahlung aufgrund der rückwirkenden Höhergruppierung für 01.01.2020 - 20.06.2020 i.H.v. 566,67 € brutto (Jan - Mai jeweils 100 €, Juni anteilig 66,67 €).

    Die Nachzahlung soll der Witwe jetzt in der kommenden Abrechnung November 2021 ausgezahlt werden.

    Handelt es sich hier um beitragspflichtiges Arbeitsentgelt für die Witwe?


    Vielen Dank und schöne Grüße

    T. Kraus

  • 02
    RE: Verstorbene Mitarbeiter*innen - Nachzahlung an Erben

    Guten Tag,
     
    bei Entgeltzahlungen über den Sterbemonat hinaus ist zu unterscheiden zwischen dem Lohn, der auf die aktive Beschäftigung des Arbeitnehmers entfällt (Nachzahlung von laufendem Entgelt oder Einmalzahlungen) und Zahlungen, die über den Todestag hinaus geleistet werden (z. B. Sterbegeld an die Hinterbliebenen).
     
    Danach ist das in Ihrem Fall nachgezahlte Arbeitsentgelt der Beitragspflicht zu unterwerfen. Wird nun rückwirkend eine Entgelterhöhung festgestellt und ausgezahlt, so müssen die jeweiligen Zeiträume nochmals rückwirkend aufgerollt werden. Gehaltsnachzahlungen müssen letztlich immer in dem Monat und dem Jahr verbeitragt werden, in dem sie tatsächlich angefallen sind. Die Abrechnung für den Verstorbenen ist entsprechend zu korrigieren.
     
    Da die Erben keine arbeitsrechtliche Verbindung zum Arbeitgeber haben, kommt eine Abrechnung über die Erben nicht in Frage.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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