Expertenforum - Unbezahlter Urlaub + Krankenversicherung

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Expertenforum

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  • 01
    Unbezahlter Urlaub + Krankenversicherung

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ein Mitarbeiter ist freiwillig gesetzlich krankenversichert und möchte vom 19.1.22-20.2.23 unbezahlten Urlaub nehmen. Wir würden das Gehalt entsprechend anteilig reduzieren.

    Bleibt er mit Status 9111 trotzdem in beiden Monaten auch mit verringertem Entgelt weiter versichert bzw. würden die Krankenkassebeiträge ja trotzdem mit vollem Beitragssatz weiter berechnet werden und nicht nur anhand des verringerten Entgelts, korrekt?


    2.) was wäre im Fall eines Mitarbeiters, der pflichtversichert ist, dieser hätte nur verringerte Beiträge in den Monaten, abhängig vom restlichen Monatsgehalt zu zahlen, korrekt?


    Dank für Ihre Rückmeldung!


    Mit freundlichen Grüßen,

    Frau W.

     

  • 02
    RE: Unbezahlter Urlaub + Krankenversicherung

    Guten Tag,
     
    bei der Beantwortung Ihrer Frage unterstellen wir, dass der unbezahlte Urlaub am 19.01.2023 beginnen soll. Eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt gilt als fortbestehend, solange sie ohne Anspruch auf Arbeitsentgelt fortdauert, jedoch nicht länger als einen Monat.

    Endet die Versicherungspflicht hat der Arbeitgeber eine Abmeldung (Grund 34) und nach Wiederaufnahme der Beschäftigung eine Anmeldung (Grund 13) zu erstatten.
     
    In Ihrem Sachverhalt ist eine Abmeldung zum 19.02.2023 mit Grd. 34 und eine neue Anmeldung mit Grd. 13 bei Wiederaufnahme der Beschäftigung (21.02.2023) zu erstellen.  Beitragsmäßig handelt es sich bei dem unbezahlten Urlaub nicht um eine beitragsfreie Zeit. Es sind demnach hier die tatsächlichen Beitragstage ( Januar 30 Tage , Februar 27 Tage)  anzusetzen. In der Kranken- und Pflegeversicherung bildet der bisherige Beitrag unter Berücksichtigung der Beitragstage die Bemessungsgrundlage. Der Zuschuss zu diesem Beitrag berechnet sich aus dem tatsächlich gezahlten Arbeitsentgelt.
     
    Die freiwillige Krankenversicherung besteht für den Zwischenzeitraum weiter. Insoweit wird jedoch das Firmenzahlverfahren unterbrochen.
     
    Bei einem in der Krankenversicherung pflichtversicherten Arbeitnehmer, ist in Ihrer Fallgestaltung das erzielte Arbeitsentgelt in den jeweiligen Monaten unter Berücksichtigung der Beitragstage bis zur entsprechenden Beitragsbemessungsgrenze
    zu berücksichtigen. Dies entspricht insoweit Ihrer Annahme.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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