Expertenforum - Übergansbereich aufgrund der Entgeltprognose aber monatliches Entgelt unter 520,00 €

© ZORAN ORCIK / Adobe Stock
Expertenforum

Experten antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung

Fragen Sie Experten zu allen Aspekten der Sozialversicherung – im Expertenforum der AOK. An Werktagen bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Darüber hinaus können Sie sich im Expertenforum mit anderen Nutzern zu persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Sozialversicherung austauschen.

Profitieren Sie rund um den Jahreswechsel von einem besonderen Angebot. Stellen Sie auch Fragen zum Steuer- und Arbeitsrecht, die Bezug zum Sozialversicherungsrecht haben. Ihre Frage wird dann direkt von unseren externen Steuer- und Arbeitsrechtsexperten beantwortet.

Zur Übersicht
  • 01
    Übergansbereich aufgrund der Entgeltprognose aber monatliches Entgelt unter 520,00 €

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    bezüglich der Prognose im Übergangsbereich und deren monatliche Abrechnung stellt sich uns folgende Frage:


    Unsere Beschäftigte geht zum 31.03.2023 in den Ruhestand; Sie erhält die vorgezogene Altersrente für langjährig Versicherte. Sie erhält einen Auflösungsvertrag.

    Zum 01.04.2023 möchte sie aber noch an einem Tag arbeiten mit wöchentlich 6 Stunden (Neueinstellung). Durch unsere Prognose würde sie für die Zukunft (12 Mte) ab 01.04.2022 6.550,49 € (509,96 x 12 + 430,97 WG) erhalten (inkl. tariflich zustehendem Weihnachtsgeld).

    Somit wäre sie ja nicht mehr geringfügig sondern im Übergangsbereich.

    Aktuell würde sie aber mtl. 509,96 € erhalten. Unser Programm rechnet keinen Arbeitnehmeranteil nur den Arbeitgeberanteil in den vier Versicherungszweigen.

    Ist dies so i. O.?

    Unser Problem ist quasi: eigentlich im Übergansbereich, jedoch kein AN-Abzug, da mtl. unter 520,00 €!


    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich kurz dazu äußern könnten. Vielen lieben Dank.


     

  • 02
    RE: Übergansbereich aufgrund der Entgeltprognose aber monatliches Entgelt unter 520,00 €

    Hallo StadtKarlstadt,

    bei Beschäftigungen im Übergangsbereich, in denen im Entgeltabrechnungszeitraum das tatsächliche monatliche Arbeitsentgelt die untere Entgeltgrenze des Übergangsbereichs unterschreitet, kann die für die Beitragsberechnung zu ermittelnde beitragspflichtige Einnahme nicht nach der „normalen“ Berechnungsformel des Übergangsbereichs berechnet werden.

    In den Monaten des Unterschreitens der unteren Entgeltgrenze des Übergangsbereichs von 520,01€ trägt der Arbeitgeber prinzipiell den gesamten Beitrag.

    Dies ergibt sich aus dem Punkt 4.3.3.2. des gemeinsamen Rundschreibens der Spitzenverbände der Sozialversicherung zu der „Versicherungs-, beitrags- und melderechtliche Behandlung von Beschäftigungsverhältnissen im Übergangsbereich nach § 20 Absatz 2 SGB IV ab dem 01.01.2023“ vom 20.12.2022. 

    Den entsprechenden Link finden Sie hier:

    https://www.aok.de/fk/fileadmin/user_upload/sv/rundschreiben/2022/rundschreiben-20221220-uebergangsbereich_nr-803_anl.pdf

    Demzufolge ist für uns die von Ihnen beschriebene Berechnung Ihres Abrechnungsprogramms nachvollziehbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Expertenteam

Zur Übersicht
Kontakt zur AOK
Grafik Ansprechpartner
Ihr Ansprechpartner steht Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.
Grafik e-mail
Melden Sie uns Ihr Anliegen, wir antworten umgehend oder rufen Sie zurück.