Expertenforum - teilstationäre Behandlung AU-Bescheinigung

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Expertenforum

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  • 01
    teilstationäre Behandlung AU-Bescheinigung

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ein Mitarbeiter befindet sich in teilstationärer Behandlung. Das Krankenhaus hat ihm dies auf einem formlosen Schreiben (mit Briefkopf) bescheinigt. Zwischen den Behandlungsterminen kommt der Mitarbeiter „normal“ arbeiten.

    Es wurde gefragt, ob dieses Schreiben des Krankenhauses als „AU“-Bescheinigung gilt. Oder muss der Mitarbeiter, wenn er sich gesundheitlich nicht in der Lage fühlt zu arbeiten, die gelbe „AU-Bescheinigung“ vorlegen?

    Vielen Dank für die Beantwortung.

    Viele Grüße

    Friedrich

     

  • 02
    RE: teilstationäre Behandlung AU-Bescheinigung

    Hallo Friedrich,
    inwieweit der Arbeitgeber verpflichtet ist, die von Ihnen beschriebene formlose Bescheinigung über die teilstationäre Behandlung als Arbeitsunfähigkeitsnachweis anzuerkennen, betrifft das Arbeitsrecht. Daher bitten wir um Verständnis, dass wir nur eine allgemeine Antwort geben können.
     
    Antworten auf arbeitsrechtliche Fragen erhalten Sie u.a. von Arbeitgeberverbänden, Kammern (Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer) oder Fachanwälten für Arbeitsrecht.
     
    Für den Bereich der Sozialversicherung gilt grundsätzlich folgendes:
     
    Eine teilstationäre Behandlung kommt insbesondere dann in Betracht, wenn aufgrund des Krankheitsbildes eine vollstationäre Unterbringung nicht erforderlich ist, d.h., eine Unterbringung und Versorgung je nach Krankheits- oder Therapieverlauf z.B. nur tageweise vorzunehmen ist.
     
    Als Nachweis der Arbeitsunfähigkeit gegenüber der Krankenkasse reicht grundsätzlich die Aufnahme- und Entlassungsanzeige des Krankenhauses über den teilstationären Aufenthalt aus. Hierdurch erhält die Krankenkasse auch Informationen zur Diagnose und kann mögliche Vorerkrankungszeiten prüfen.
     
    Sofern der Mitarbeiter zwischen zwei teilstationären Behandlungen aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann – ist dies durch eine separate   Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nachzuweisen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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