Expertenforum - SV-rechtliche Beurteilung eines Werkstudenten

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  • 01
    SV-rechtliche Beurteilung eines Werkstudenten

    Sehr geehrtes Expertenteam,

    wir möchten einen eingeschriebenen Studenten als Werkstudenten beschäftigen. Er ist im letzten Studiensemester vom 01.10.22 bis 31.03.23. Danach wird er seine Bachelorthesis schreiben. Er hat jetzt außer seiner mündlichen Prüfung keine Vorlesungen mehr und wir möchten ihn bis dahin Vollzeit (40 Wochenstunden) beschäftigen. Ist das aus SV-rechtlicher Sicht mit 0010 (nur RV-pflichtig) möglich?

    MIt freundlichen Grüßen

    Karin Weber

  • 02
    RE: SV-rechtliche Beurteilung eines Werkstudenten

    Hallo Frau Weber,
     
    Voraussetzung für die Anwendung der Vorschriften über die Versicherungsfreiheit der von Studenten ausgeübten Beschäftigungen ist zunächst die Zugehörigkeit zum Personenkreis der ordentlichen Studierenden.
    Personen, die neben ihrem Studium mehr als 20 Stunden wöchentlich beschäftigt sind, gehören ihrem Erscheinungsbild nach grundsätzlich nicht mehr zu den Studenten, sondern zu den Arbeitnehmern. Die Höhe des Arbeitsentgelts ist dabei ebenso wenig von Bedeutung, wie die Tatsache, dass der Student an keinen Vorlesungen mehr teilnimmt.
     
    Da nach Ihren Angaben die Beschäftigung in Vollzeit mit 40 Wochenstunden aufgenommen werden soll, obwohl der Mitarbeiter während dieser Zeit noch weiter seinem Studium nachgehen wird, unterliegt dieser – sozialversicherungsrechtlich - aufgrund des Arbeitnehmerstatus der Renten- und Arbeitslosenversicherungspflicht sowie grundsätzlich auch der Kranken- und Pflegeversicherungspflicht.
     
    Eine Abrechnung als Werkstudent mit dem Beitragsgruppenschlüssel „0100“ ist in dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt so nicht möglich.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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