Expertenforum - Student und Vorbeschäftigungen 26 Wochen-Grenze

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  • 01
    Student und Vorbeschäftigungen 26 Wochen-Grenze
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe eine Frage zur 26 Wochen-Grenze in einem Zeitjahr für Studenten:
    Für die Prüfung, ob ein AN als Student abgerechnet werden kann muss ich ja die Vorbeschäftigungszeiten prüfen, sobald die Arbeitszeit mehr als 20 Stunden in der Woche beträgt.
    Müssen da wirklich alle Beschäftigungszeiten zusammengezählt werden?
    Ich denke z.B. an jemanden, der im Anschluss an eine Berufsausbildung studiert oder jemand, der aus einer normalen AN-Tätigkeit zum Student wird.
    Dieser Personenkreis hat ja, aufgrund der Vollbeschäftigung vorher, im ersten Jahr praktisch keine Möglichkeit mehr als 20 Stunden (z.B. in den Semesterferien) tätig zu sein, ohne seinen Studentenstatus zu verlieren.
    Verstehe ich das richtig?
    Oder werden die Beschäftigungen ab Studienbeginn gezählt, quasi ab dem Zeitpunkt mit dem Status Student?
    Vielen Dank.
  • 02
    RE: Student und Vorbeschäftigungen 26 Wochen-Grenze
    Hallo Flocke,
     
    der Jahreszeitraum ist in Fällen der von Ihnen geschilderten Art in der Weise zu ermitteln, dass vom voraussichtlichen Ende der zu beurteilenden Beschäftigung ein Jahr zurückgerechnet wird. Anzurechnen sind grundsätzlich „alle Beschäftigungen in diesem Zeitraum“, in denen – „unabhängig von der versicherungsrechtlichen Beurteilung“ – die wöchentliche Arbeitszeit mehr als 20 Stunden beträgt.
      
    Allerdings haben – wie Sie richtig vermuten - die Beschäftigungszeiten eines Studenten, die dieser vor dem Statuswechsel (vom Arbeitnehmer/Auszubildenden zum Studenten) ausgeübt hat, keine Auswirkungen auf die versicherungsrechtlichen Beurteilungen von Beschäftigungen während des Status als ordentlicher Studierender.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     
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