Expertenforum - Sterbegeld-GfB

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Expertenforum

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  • 01
    Sterbegeld-GfB
    In unserem Unternehmen arbeitet ein Ehepaar. Er als versicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigter, sie als geringfügig Beschäftigte Heimarbeiterin. Er verstarb am 17.05.2020. An die Ehefrau wird das Sterbegeld ausgezahlt. Kann die Ehefrau trotz Auszahlung des Sterbegeldes weiterhin als geringfügig Beschäftigte bleiben? Oder wird Sie versicherungspflichtig? Ihr monatlicher Verdienst beläuft sich auf 400,-- bis 445,-- €. Das Sterbegeld wird ca. 6.000,-- € sein.
  • 02
    RE: Sterbegeld-GfB
    Guten Tag,
     
    bei Entgeltzahlungen für verstorbene Mitarbeiter ist zu unterscheiden zwischen dem Lohn, der auf die aktive Beschäftigung des Arbeitnehmers entfällt (Nachzahlung von laufendem Entgelt oder Einmalzahlungen) und Zahlungen, die über den Todestag hinaus geleistet werden (z. B. Sterbegeld an die Hinterbliebenen).

    Beitragspflichtig als Arbeitsentgelt für eine aktive Beschäftigung ist das für die Arbeitsleistung bis zum Todestag gezahlte Arbeitsentgelt z. B. Mehrarbeitsstunden, unabhängig vom Zeitpunkt der Auszahlung.

    Dagegen gehört die Gewährung eines „Sterbegeldes“, das jemand als Rechtsnachfolger eines Arbeitnehmers bezieht, nicht zum sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt, da es nicht für eine vom Empfänger der Zahlungen selbst ausgeübte Beschäftigung gezahlt wird.

    Ob das Sterbegeld ggf. als Versorgungsbezug kranken- und pflegeversicherungspflichtig ist, hängt im Einzelfall davon ab, ob Hinterbliebenenleistungen gewährt werden. Es empfiehlt sich, dies im Einzelfall von der zuständigen Krankenkasse prüfen zu lassen.
     
    Das Sterbegeld in Ihrem Fall ist kein Arbeitsentgelt und wird bei der Beurteilung der geringfügigen Beschäftigung nicht mit berücksichtigt. Die Mitarbeiterin kann also ganz normal ihrer geringfügigen Beschäftigung weiter nachgehen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
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