Expertenforum - Statusfeststellungsbescheid Deutsche Rentenversicherung

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Expertenforum

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  • 01
    Statusfeststellungsbescheid Deutsche Rentenversicherung
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir haben folgende Fragestellung: Wir haben am 03.06.2020 einen Feststellungsbescheid der Deutschen Rentenversicherung erhalten, wonach festgestellt wurde, dass eine Honorarkraft nachträglich ab dem 01.04.2007 sozialversicherungspflichtig gewesen wäre. Unsere Frage: Bis wann müssen wir rückwirkend den Mitarbeiter abrechnen und Beiträge und DEÜV-Meldungen erstellen (bitte mit Quellenangabe)? Bezüglich dem Thema Verjährung kann ich mir nicht vorstellen, dass wir komplett 13 Jahre rückwirkend abrechnen müssen.
    Vielen Dank.
  • 02
    RE: Statusfeststellungsbescheid Deutsche Rentenversicherung

    Hallo Karl,

     

    wir bitten um Verständnis, dass wir ohne Kenntnis der entsprechenden Unterlagen (u.a. Bescheid der Deutschen Rentenversicherung (DRV)) keine Stellungnahme abgeben können.

     

    Wir empfehlen Ihnen deshalb, mit dem zuständigen Prüfdienst der DRV bzgl. Ihrer Fragestellungen Kontakt aufzunehmen und eine Klärung herbeizuführen.

     

    Grundsätzlich gilt:

     

    Im Rahmen der Betriebsprüfung nach § 28 p Sozialgesetzbuch (SGB IV) übermittelt die DRV im Falle einer Beitragsnachforderung einen Beitragsbescheid. Die nachgeforderte Summe ist vom Arbeitergeber bis zum drittletzten Bankarbeitstag des Monats, der dem Datum des Bescheides folgt, an die jeweilige Einzugsstelle (Krankenkasse) zu zahlen. Für die in den Berechnungsgrundlagen als „melderelevant“ gekennzeichneten Sachverhalte sind die erforderlichen Meldungen nach der Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung (DEÜV) zu erstatten.

    Gegen einen Nachforderungsbescheid kann grundsätzlich innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden, welcher allerdings keine aufschiebende Wirkung hat.

    Für die Verjährung von Beiträgen gilt § 25 SGB IV. Danach verjähren die Ansprüche auf Beiträge in vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, indem sie fällig geworden sind.

    Ansprüche auf vorsätzlich vorenthaltene Beiträge verjähren in dreißig Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig geworden sind.

     

    Mit freundlichen Grüßen

     

    Ihr Expertenteam

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