Expertenforum - Provisonsnachzahlung nach Austritt

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  • 01
    Provisonsnachzahlung nach Austritt

    Hallo zusammen,

    wir haben einen Mitarbeiter, der ist am 31.08.2021 ausgetreten, nun hat er in 04/2022 eine Provision für 2021 nachgzahlt bekommen. Wir haben den Mitarbeiter wieder eintreten lassen und haben die Zahlung als Einmalbezug verbeitragt. Der Mitarbeiter sagt, dass die Zahlung nicht verbeitragt werden darf, da er seit 09/2021 nicht mehr beschäftit ist. Haben Sie diesbezüglich eine Gesetzesgrundlage? Muss die Provision tatsächlich sv-frei ausgezahlt werden? Vielen Dank und freundliche Grüße

  • 02
    RE: Provisonsnachzahlung nach Austritt

    Hallo Veda2013,
     
    Einmalzahlungen sind in der Regel dem Entgeltabrechnungszeitraum der Auszahlung zuzuordnen und entsprechend zu verbeitragen.
    Sonderzuwendungen, die nach Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses gezahlt werden, sind grundsätzlich dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum im laufenden Kalenderjahr bzw. - ggf. unter Anwendung der Märzklausel dem Vorjahr -zuzuordnen.
     
    Da nach Ihrer Schilderung (Ende der Beschäftigung am 31.08.2021) im Jahr 2022 bei dem früheren Mitarbeiter keine Sozialversicherungstage vorliegen und deshalb die Märzklausel nicht anzuwenden ist, unterliegt die Einmalzahlung nicht der Beitragspflicht in der Sozialversicherung.
     
    Demzufolge sind weder Meldungen (auch keine erneute Anmeldung) zu erstellen noch Beiträge zu entrichten.
    Als Begründung ist die Aussage Ihres ehemaligen Mitarbeiters ausreichend, dass „er seit 09/2021 nicht mehr (in Ihrer Firma) beschäftigt ist“. Eine weitergehende „Gesetzesgrundlage“ ist dafür nicht erforderlich.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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