Expertenforum - Mehrmonate Unterschreitung der JAE für SV-Schlüssel Wechsel

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  • 01
    Mehrmonate Unterschreitung der JAE für SV-Schlüssel Wechsel
    Guten Morgen,

    in diesem Jahr gilt doch, dass eine zb nur zweimonatige Unterschreitung der JAE wegen Arbeitszeitreduzierung nicht zum Wechsel von 9111 auf 1111 führt, der Mitarbeiter also weiterhin in der Zeit und danach freiwillig gesetzlich versichert bleibt.
    Erst bei einer Unterschreitung von über 3 Monaten würde sich dies ändern.

    Uns liegt nun eine Aussage vor, dass diese Regelung einen Bezug zur Kurzfristigen Beschäftigung und Versicherungspflicht hätte. Da die Zeitgrenze für die Kurzfristigen Beschäftigungen vom 1.3.20-31.10.20 auf 5 Monate erhöht würden, würde auch im obigen Fall nun eine Mindestdauer der Unterschreitung von 5 Monaten gelten.

    Wir können diesen Zusammenhang nicht ganz nachvollziehen. Können Sie uns bitte Ihre Meinung dazu anführen. Bleibt es im Beispiel 1 weiterhin bei den 3 Monaten?

    Vielen Dank und Grüße,
    Frau W.
  • 02
    RE: Mehrmonate Unterschreitung der JAE für SV-Schlüssel Wechsel
    Guten Tag,
     
    die Anhebung der für kurzfristige und somit sozialversicherungsfreie Beschäftigungen steht nicht ijm Zusammenhang mit der Dauer der Unterschreitung für die Beurteilung der Kranken- und Pflegeversicherungspflicht. 
     
    Die Spitzenverbände der Sozialversicherung haben in der Fachkonferenz „Beiträge“ am 20.03.2019 unter „Top 2“ erstmals festgelegt, dass nicht jede kurzfristige Minderung des Arbeitsarbeitsentgelts die Krankenversicherungsfreiheit enden lässt und insofern zum Eintritt von Versicherungspflicht führt. Eine zeitlich befristete Minderung des laufenden Arbeitsentgelts bei absehbarer Rückkehr zu den oder annähernd den Verhältnissen vor der Entgeltminderung lässt die Versicherungsfreiheit dann fortbestehen, wenn die Entgeltminderung nur von kurzer Dauer (in der Regel nicht mehr als drei Monate) ist. Dies gilt nicht bei Ausübung einer zeitlich befristeten Beschäftigung während der Elternzeit oder Pflegezeit.
     
    An dieser Rechtsauffassung hat sich nachunserem Kenntnisstand nichts verändert.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
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