Expertenforum - Mehrfachbeschäftigung Minijob

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Expertenforum

Experten antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung

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Fragen zum Jahreswechsel

Zum Jahresbeginn 2021 und auch schon im Herbst 2020 stehen wieder zahlreiche Neuerungen in der Sozialversicherung auf dem Programm. Darüber informieren wir bereits ab September in einem Themenspezial. Für Fragen zu den einzelnen Themen haben wir ein spezielles Expertenforum Jahreswechsel eingerichtet.

  • 01
    Mehrfachbeschäftigung Minijob
    Hallo,

    eine AN hat 2 Minijobs ohne Hauptbeschäftigung. Sie Verdient bei AG1 70€ und bei AG bis zu 380€. Jetzt wurde im April bei AG2 385€ Euro abgerechnet.
    Ist das schlimm, wenn Sie in einem Monat mit den 2 Minijobs über 450€ kommt aber nicht über die Jahresgrenze? Bin mir nicht sicher ob bei dieser Mehrfachbeschäftigung die Monats oder Jahresgrenze gilt. Danke.
  • 02
    RE: Mehrfachbeschäftigung Minijob
    Guten Tag,
     
    werden mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern nebeneinander ausgeübt (gegebenenfalls auch befristet), sind nach § 8 Abs. 2 Satz 1 SGB IV für die Beurteilung der Frage, ob die Grenze von 450 EUR im Monat überschritten wird, die Arbeitsentgelte aus den einzelnen Beschäftigungen zusammenzurechnen.
     
    Überschreitet das Arbeitsentgelt regelmäßig 450 EUR im Monat, so liegt vom Tage des Überschreitens an keine geringfügige Beschäftigung mehr vor. Ein nur „gelegentliches und nicht vorhersehbares“ Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze führt nicht zur Beendigung der geringfügig entlohnten Beschäftigung; als gelegentlich ist dabei ein Zeitraum bis zu drei Monaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Ein unvorhersehbares Überschreiten der Entgeltgrenze liegt vor, wenn das Ereignis zu Beginn des vom Arbeitgeber für die Ermittlung des regelmäßigen monatlichen Arbeitsentgelts maßgebenden Prognosezeitraums nicht bekannt war bzw. bekannt sein konnte.
    Bei einem erhöhten Arbeitseinsatz eines geringfügig entlohnt Beschäftigten aufgrund der Erkrankung eines anderen Arbeitnehmers handelt es sich z. B. um ein klassisches Ereignis eines unvorhersehbaren Überschreitens der Entgeltgrenze.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     
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