Expertenforum - Lohnsachbearbeitung

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  • 01
    Lohnsachbearbeitung

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    im Rahmen der eAU werden Abfragen bei der Krankenkasse erst übermittelt, wenn der individuelle Zeitraum der Attestpflicht überschritten wird. Zum Beispiel, wenn die Mitarbeiter erst ab dem 4. Krankheitstag beim Arzt vorstellig werden müssen. In diesem Fall hat die KK ja aber in den ersten drei Tagen keine Kenntnis vom Krankenstand, da der Mitarbeiter nicht beim Arzt vorstellig werden muss. Ist es aber dennoch weiterhin möglich, für die ersten drei Tage der Erkrankung einen Antrag auf Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen zu stellen? Ein elektronischer Abruf der Krankheitszeiten ist hier ja nicht notwendig/möglich.

    Besten Dank vorab und viele Grüße

    Sylvia Klein

  • 02
    RE: Lohnsachbearbeitung

    Hallo Frau Klein,

    unabhängig von dem seit 01.01.2023 anzuwendenden eAU-Verfahren gilt in Fällen der von Ihn beschriebenen Art folgendes:
     
    die Erstattung von Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit erfolgt auf Antrag des Arbeitgebers und ist zu gewähren, sobald der Arbeitgeber verpflichtet ist, das Arbeitsentgelt nach § 3 Abs. 1 und 2 EFZG oder § 9 Abs. 1 EFZG weiterzuzahlen (§ 2 Abs. 2 AAG).
     
    Eine Erstattung durch die Ausgleichskasse kann grundsätzlich nicht von der Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung abhängig gemacht werden (BSG-Urteil vom 09.09.1981). Dies schließt nicht aus, dass die Ausgleichskasse bei Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit vom Arbeitgeber verlangen kann, dass er die Arbeitsunfähigkeit belegt. Zu Unrecht erstattete Beträge könnten zurückgefordert werden (§ 4 AAG).
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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