Expertenforum - Kurzfristige Beschäftigung während Elternzeit

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  • 01
    Kurzfristige Beschäftigung während Elternzeit

    Wir beschäftigen Aushilfen für nur einen Arbeitstag. Sie werden als kurzfristig Beschäftigte für diesen Arbeitstag an- und gleichzeitig wieder abgemeldet. Die 70-Tage-Grenze erreichen sie nicht. Eine Aushilfe ist bei ihrem Hauptarbeitgeber in Elternzeit und arbeitet bei uns tageweise. Kann ich diese Beschäftigung weiterhin sozialversicherungsfrei lassen?

    Vielen Dank und freundliche Grüße

  • 02
    RE: Kurzfristige Beschäftigung während Elternzeit

    Guten Tag,
     
    grundsätzlich liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor, wenn die Beschäftigung gelegentlich ausgeübt wird und im Laufe eines Kalenderjahres auf eine Dauer von maximal drei Monaten (90 Kalendertage) oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. In der Zeit vom 01.03.2021 bis 31.10.2021 wird die Zeitgrenze auf vier Monate bzw. 102 Arbeitstage angehoben.
     
    Eine Beschäftigung ist jedoch nicht kurzfristig, wenn sie berufsmäßig ausgeübt wird und das Entgelt daraus mehr als 450 Euro im Monat beträgt. Eine Beschäftigung wird berufsmäßig ausgeübt, wenn sie für den Beschäftigten nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist.
     
    Eine Beschäftigung während der Elternzeit wird berufsmäßig ausgeübt und kann daher nicht als kurzfristige Beschäftigung abgerechnet werden.
     
    Die Prüfung der Berufsmäßigkeit ist jedoch nicht erforderlich, wenn das aufgrund dieser Beschäftigung erzielte Arbeitsentgelt die Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro im Monat nicht überschreitet. Die Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro ist ein Monatswert, der auch dann gilt, wenn die Beschäftigung nicht während des gesamten Kalendermonats besteht.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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