Expertenforum - Kurzfristige Beschäftigung - Urlaubsvertretung

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Expertenforum

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  • 01
    Kurzfristige Beschäftigung - Urlaubsvertretung

    Wir würden gerne eine Aushilfe zur Urlaubsvertretung für unsere Reinigungskraft einstellen, die 20 Tage Urlaub p.a. hat und den Mindestlohn bezieht. Kann ich die Dame als kurzfristig Beschäftigte abrechnen oder muss es eine geringfügige Beschäftigung sein?


    Vielen Dank für Ihre Antwort.


    Mit freundlichen Grüßen

    Andrea Frank

  • 02
    RE: Kurzfristige Beschäftigung - Urlaubsvertretung

    Hallo Frau Frank,
     
    eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung für eine Zeitdauer ausgeübt wird, die im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist.
    Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nur dann vor, wenn sie nicht regelmäßig, sondern
    gelegentlich ausgeübt wird. Hierzu gehören auch Beschäftigungen, die z. B.
    durch eine längstens für ein Jahr mit Arbeitseinsätzen von maximal 70 Arbeitstagen befristet sind.
    Es ist also jeweils bei Beginn einer Beschäftigung zu prüfen, ob diese zusammen mit bereits schon im laufenden Kalenderjahr ausgeübten kurzfristigen Beschäftigungen die maßgebende Zeitgrenze überschreitet.
     
    Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nicht vor, wenn sie berufsmäßig ausgeübt wird.
    Berufsmäßig wird eine Beschäftigung dann ausgeübt, wenn sie für die Person von nicht untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist.
    Die Prüfung der Berufsmäßigkeit ist nicht erforderlich, wenn das aufgrund der Beschäftigung erzielte monatliche Arbeitsentgelt die Geringfügigkeitsgrenze (520,00 €) nicht überschreitet.
     
    Sofern in Ihrem Sachverhalt die oben genannten Voraussetzungen vorliegen, könnte die Beschäftigung als kurzfristige sozialversicherungsfrei beurteilt werden.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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