Expertenforum - Krank mit Krankengeldbezug und Beschäftigungsverbot

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Expertenforum

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  • 01
    Krank mit Krankengeldbezug und Beschäftigungsverbot

    Hallo liebes Expertenteam,

    eine Mitarbeiterin, die seit dem 05.02.2022 im Krankenstand ist (aktuell bis einschl. 29.07.2022) ist während Ihrer Krankheit Schwanger geworden und hat uns vom Frauenarzt ein Attest über ein generelles Beschäftigungsverbot abgegeben (Beginn: 06.07.2022). Nun haben wir erfahren, dass die Mitarbeiterin das Kind verloren hat. Für uns stellt sich die Frage, was jetzt gilt. Behandeln wir die Mitarbeiterin weiterhin als Krank mit Krankengeldbezug oder müssen wir das Beschäftigungsverbot vom 06.07.2022 bis Ende der Schwangerschaft berücksichtigen und ihr Gehalt gewähren?

    Über eine Rückmeldung freuen wir uns!

    Viele Grüße HRPayroll

  • 02
    RE: Krank mit Krankengeldbezug und Beschäftigungsverbot

    Hallo HRPayroll,

    Arbeitnehmende haben bei Vorliegen der weiteren Anspruchsvoraussetzungen (z.B. Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit) Anspruch auf Krankengeld.

    Für Zeiten, in denen für Versicherte ein Beschäftigungsverbot nach § 16 Abs. 1 Mutterschutzgesetz (MuschG) ausgesprochen wurde, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Krankengeld. Hintergrund ist, dass diese Zeiten nicht als Arbeitsunfähigkeit gelten.

    Demzufolge ist in dem von Ihnen beschriebenen Sachverhalt ab dem Zeitpunkt des Beschäftigungsverbots bis Ende der Schwangerschaft (hier: Verlust des Kindes) das Arbeitsentgelt nach den Regelungen des MuSchG weiterzuzahlen und nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) im Rahmen der Umlage U2 erstattungsfähig.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Expertenteam
     

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