Expertenforum - Konstellationen

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Expertenforum

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  • 01
    Konstellationen

    Guten Tag, folgende Frage: Ein ehemaliger Mitarbeiter bezieht Regelsaltersrente. Als Ortsvorsteher bezieht er von einer Gemeinde weiterhin Entgelt mit SV Pflicht (Lohsteuerklasse 1). Weiterhin hat er bei einer anderen Firma eine geringfügige Beschäftigung aufgenommen. Wir möchten ihn nun auch zusätzlich als Aushilfe beschäftigen. Mit welchen Konstellationen wäre dies bei uns möglich?

  • 02
    RE: Konstellationen

    Hallo Herr Henne,
     
    wir unterstellen in Ihrem Sachverhalt, dass es sich bei der geplanten Aushilfsbeschäftigung um die „zweite“ geringfügig entlohnte Beschäftigung des Mitarbeiters handelt.
     
    Neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung kann „eine“ geringfügig entlohnte Beschäftigung versicherungs­frei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosen­versicherung ausgeübt werden. Somit sind aus der „zuerst aufgenommenen“ geringfügig entlohnten Beschäftigung vom Arbeitgeber lediglich die Pauschal­beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zu tragen, während der Arbeitnehmer -ggf.- nur seinen Beitragsanteil in der Rentenversicherung zu entrichten hat.
     
    Jede weitere geringfügig entlohnte Beschäftigung wird mit der Haupt­beschäftigung in der Kranken-, Pflege- und Renten­versicherung zusammengerechnet.
     
    In der Arbeitslosenversicherung erfolgt keine Zusammen­rechnung einer versicherungs­pflichtigen Beschäftigung mit einer geringfügig entlohnten Beschäftigung.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

  • 03
    RE: Konstellationen

    Vielen Dank für Ihre Information.

    Wäre jedoch bei uns eine kurzfristige Beschäftigung möglich (70 Arbeitstage im Jahr).

    Also:

    Arbeitgeber A: SV pflichtige Beschäftigung

    Arbeitgeber B: Geringfügige Beschäftigung

    Wir : Kurzfristige Beschäftigung


    Danke für Ihre Hilfe.

  • 04
    RE: Konstellationen

    Hallo Herr Henne,
     
    eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung für eine Zeitdauer ausgeübt wird, die im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist.
     
    Beschäftigungen, die nur gelegentlich ausgeübt werden, sind grundsätzlich von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung und daher als nicht berufsmäßig anzusehen.
    Dies gilt auch für kurzfristige Beschäftigungen, die neben einer (Haupt-)Beschäftigung mit einem Arbeitsentgelt über 450,00 € ausgeübt werden, auch wenn bei einem weiteren Arbeitgeber zusätzlich noch im Rahmen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung gearbeitet wird. 
     
    Eine neben einer Hauptbeschäftigung und einem geringfügig entlohnten Minijob ausgeübte kurzfristige Beschäftigung ist somit als sozialversicherungsfrei zu beurteilen, es sei denn, dass der Arbeitnehmer durch weitere kurzfristige Beschäftigungen im laufenden Kalenderjahr bereits den Zeitraum von 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstagen ausgeschöpft hat.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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