Expertenforum - Kinderkrankengeld

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  • 01
    Kinderkrankengeld

    Die Mitarbeiterin musste in 01/2022 das Kind zu Hause betreuen, da die Kita wegen IfSG geschlossen werden musste. Ab dem 4. Tag war sie selbst wegen eines positiven PCR in Quarantäne. Besteht dennoch Anspruch auf Kinderkrankengeld nach § 45 Abs. 2a SGB V ?

  • 02
    RE: Kinderkrankengeld

    Hallo SV-Fragen,

    die durch den GKV-Spitzenverband veröffentlichten „Umsetzungshinweise“ zum „pandemiebedingten“ Kinderpflegekrankengeld beinhalten unter anderem, dass für die Dauer der Zahlung des Kinderkrankengeldes nach § 45 Abs. 1 Sozialgesetzbuch (SGB) V in Verbindung mit § 45 Abs. 2a Satz 3 SGB V für beide Elternteile der Entschädigungsanspruch nach § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz (IfSG) ruht. 

    Ein Anspruch auf das erweiterte pandemiebedingte Kinderkrankengeld besteht nicht nur dann, wenn das eigene Kind krank ist, sondern auch, wenn Kitas und Schulen geschlossen sind oder die Betreuung eingeschränkt ist.

    Das gilt unter anderem dann, wenn die Schule, die Kita, oder auch die Einrichtung für Menschen mit Behinderungen pandemiebedingt geschlossen ist, die Präsenzbetreuung untersagt ist oder einzelne Klassen oder Kitagruppen in Quarantäne sind.
     
    Allerdings wurde den betroffenen Personen in Fällen der von Ihnen beschriebenen Art ein Wahlrecht eingeräumt, ob die Beantragung über die Krankenkasse nach den Regelungen des Sozialgesetzbuchs oder über die Entschädigungsbehörde nach dem Infektionsschutzgesetz erfolgen soll.
     
    Dagegen haben gesetzlich Versicherte keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld, die selbst in Quarantäne sind und Anspruch auf eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz haben.
     
    Sofern aufgrund der Sachverhaltslage beide Ereignisse „zeitgleich auftreten“, ist durch die zuständige Krankenkasse zu prüfen, ob der Anspruch auf Kinderpflegekrankengeld weiterhin gegeben ist.
     
    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Expertenteam
     

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