Expertenforum - JAEG - zu erwartende Gehaltsanpassung

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  • 01
    JAEG - zu erwartende Gehaltsanpassung

    Ein MA überschreitet die JAEG 2022. Die JAEG 2023 wird aktuell nicht überschritten.

    Die Gehaltsrunde 2023 ist in Bearbeitung. Allen MA wurde bereits über eine allgemeine Info mitgeteilt, mit welcher Erhöhung (in % angegeben) sie rechnen können (wir unterliegen keiner Tarifbindung oder ähnliches).

    Mit dieser Erhöhung wäre die JAEG des MA auch in 2023 überschritten.

    Die Umsetzung erfolgt jedoch voraussichtlich erst im März mit Gültigkeit rückwirkend ab Januar.

    Bislang haben wir diese rückwirkenden Erhöhungen nicht bei der Prognose eingerechnet.

    Die allgemeine Information über den Erhöhungsprozentsatz ist im Dezember 2022 erstmalig in unserem Unternehmen veröffentlicht worden.

    Müssen wir in dem Fall die Prognose für die JAEG 2023 inklusive der vorab veröffentlichten Erhöhungsprozentsätze berechnen?

    Vielen Dank vorab!

     

  • 02
    RE: JAEG - zu erwartende Gehaltsanpassung

    Hallo Frau Müller,
     
    besteht für einen Mitarbeitenden -wie in Ihrem Fall- zunächst Versicherungspflicht, weil die maßgebende Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht überschritten wird, endet diese Versicherungspflicht im Falle der Entgelterhöhung mit Ablauf des Kalenderjahres des Überschreitens, vorausgesetzt, dass das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt auch die vom Beginn des nächsten Kalenderjahres an geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt.
     
    Auch bei einer rückwirkenden Erhöhung des Arbeitsentgelts endet die Krankenversicherungspflicht erst mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Anspruch auf das erhöhte Arbeitsentgelt entstanden ist (§ 6 Abs. 4 Satz 3 SGB V).
    Das Gesetz schiebt also den Zeitpunkt, zu dem eine bestehende Versicherungspflicht als Arbeitnehmer wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze enden kann, generell auf das Kalenderjahresende hinaus.
     
    Auf Ihren Sachverhalt bezogen bedeutet dies, dass für den Mitarbeiter die Krankenversicherungspflicht frühestens zum 31.12.2023 endet, sofern sein regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze des Jahres 2024 überschreitet, weil die Umsetzung der Entgelterhöhung – und damit der Anspruch auf das erhöhte Entgelt – erst im Laufe des Kalenderjahres 2023 (wenn auch rückwirkend zum 01.01.2023) erfolgen wird.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

  • 03
    RE: JAEG - zu erwartende Gehaltsanpassung

    Herzlichen Dank - das war für uns sehr hilfreich! Freundliche Grüße

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