Expertenforum - Individuelles Beschäftigungsverbot - Berechnung Mutterschutzlohn und Erstattung Umlage 2

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Expertenforum

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  • 01
    Individuelles Beschäftigungsverbot - Berechnung Mutterschutzlohn und Erstattung Umlage 2

    Liebes Expertenteam,

    eine Mitarbeiterin befindet sich im individuellen Beschäftigungsverbot (Vollausfall) außerhalb der Mutterschutzfrist vor Geburt. Ihr steht das durchschnittliche Arbeitsentgelt der letzten drei Monate vor dem Eintritt der Schwangerschaft zu.

    Es handelt sich im konkreten Fall um eine Gehaltsempfängerin mit privater KV/PV, die ein monatliches Bruttogehalt von 6.000 € bezieht, davon die Fahrrad-Nutzungsrate von 95 € über monatliche Entgeltumwandlung zahlt, der geldwerte Vorteil für das Fahrrad beläuft sich auf 10 €, außerdem bekommt sie monatlich 100 € AG-Zuschuss zur BAV Direktversicherung (rein AG-finanziert). Nach meiner Berechnung ergibt sich daraus ein Erstattungsbetrag von

    6.005 € (Bruttogehalt 6.000 € minus Entgeltumwandlung 95 € plus AG-Zuschuss BAV Direktvers. 100 €) plus SV-Beiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze 4.837,50 € aus der Umlage 2. Geldwerte Vorteile sind nicht zu berücksichtigen, da sie grundsätzlich nur der Versteuerung und Verbeitragung SV unterliegen und der AG ohnehin keine SV-Anteile dafür zahlt.

    Liege ich richtig?


    Viele Grüße und Dankeschön für Ihre Antwort!

     

  • 02
    RE: Individuelles Beschäftigungsverbot - Berechnung Mutterschutzlohn und Erstattung Umlage 2

    Guten Tag,
     
    Ihre Frage zur Ermittlung des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts bei einem Beschäftigungsverbot betrifft das Arbeitsrecht. Wir bitten um Verständnis, dass wir zu Fragen des Arbeitsrechts keine umfassende Stellungnahme abgeben können.

    Grundsätzlich hat der Arbeitgeber der Arbeitnehmerin für die Zeiten, in denen sie infolge des Beschäftigungsverbotes ganz mit der Arbeit aussetzen muss und deshalb einen Verdienstausfall hinnehmen müsste, mindestens den Durchschnittsverdienst der letzten 3 Monate „vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist“, als Mutterschutzlohn zu zahlen.
     
    Weitergehende Informationen zu arbeitsrechtlichen Fragen erhalten Sie u.a. von Arbeitgeberverbänden, Kammern (Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammer) oder von Fachanwälten für Arbeitsrecht.
     
    Die U2-Erstattung beträgt 100 % des von Ihnen gewährten Mutterschaftslohns.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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