Expertenforum - In der Rückschau Unterschreitung der JAE

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  • 01
    In der Rückschau Unterschreitung der JAE

    Bei der Prüfung der Überschreiter der JAE ist mir bei einer MA, die schon seit Jahren freiwillig versichert ist, aufgefallen, dass sie durch die Einbringung von Entgelt in ein Lebensarbeitszeitkonto in 2022 die JAE unterschritten hat. Leider haben wir versäumt die Prüfung der JAE bei der Erfassung der LAZ-Einbringung vorzunehmen. In der Vorschau für 2023 liegt sie unter Berücksichtigung der LAZ-Einbringung auch wieder unter JAE.

    Ist es zulässig, den Beitragsgruppenschlüssel für die gesetzliche KV rückwirkend für 2022 zu erfassen?

     

  • 02
    RE: In der Rückschau Unterschreitung der JAE

    Hallo Elisabeth T.,
     
    wird das Arbeitsentgelt Mitarbeitender vermindert, hat der Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Entgeltreduzierung eine Überprüfung des Jahresarbeitsentgelts in vorausschauender Betrachtung für einen Zeitraum von 12 Monaten vorzunehmen.
    Dabei ist unter Berücksichtigung des ab „diesem Zeitpunkt“ maßgebenden Arbeitsentgelts eine neue sozialversicherungsrechtliche Beurteilung vorzunehmen.
    Dazu ist das verminderte Gehalt mit 12 Monaten zu multiplizieren.
    Regelmäßige Einmalzahlungen (z.B. tariflich zustehendes Urlaubs- und Weihnachtsgeld) sind hinzuzurechnen.
    Das tatsächlich im Kalenderjahr erzielte bzw. zu erzielende Jahresentgelt spielt für diese Beurteilung keine Rolle.
    Die Krankenversicherungsfreiheit endet somit unmittelbar vor dem Zeitpunkt, von dem an die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht mehr überschritten wurde.
     
    In dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt tritt rückwirkend Krankenversicherungspflicht vom Zeitpunkt des Unterschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze ein.
    Eine rückwirkende Korrektur des Beitragsgruppenschlüssel in „1111“ ist vorzunehmen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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