Expertenforum - Fehler im AOK-Arbeitgebermagazin 2/2020

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  • 01
    Fehler im AOK-Arbeitgebermagazin 2/2020

    Guten Abend,


    im AOK-Arbeitgebermagazin 2/2020 findet sich im Infoservice "personal wissen" ein Beitrag "Entgeltfortzahlung und Erstattung" in Sachen Coronavirus.


    In diesem Beitrag wird ausgeführt, dass der Arbeitnehmer eine Entschädigung in Höhe des Verdienstausfalls erhält, wenn wegen einer angeordneten Quarantäne kein Anspruch auf Arbeitsentgelt hat. Dies ist richtig, §§ 56, 57 IfSG.


    Es heißt dann weiter, dass die Entschädigung der Arbeitgeber zahlt (auch dies ist richtig), der wiederum die Erstattung beim Gesundheitsamt beantragen kann. Letzters ist falsch, jedenfalls in Schleswig-Holstein. Die Erstattung wird nicht von den Gesundheitsämtern geleistet; die sind vielmehr für die Anordnung der Quarantäne zuständig. Die Erstattung wird geleistet vom Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein.



    MfG


    Hans-J. Hansen

  • 02
    RE: Fehler im AOK-Arbeitgebermagazin 2/2020
    Sehr geehrter Herr Hansen,
     
    vielen Dank für Ihren Hinweis.
     
    Über die Entschädigungszahlungen entscheidet die zuständige Landesbehörde, die von Bundesland zu Bundesland variiert. Das können Landesgesundheitsbehörden, die ihnen nachgeordneten Behörden oder aber auch andere Stellen sein, so dass es hier zu regionalen Unterschieden kommen kann.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
  • 03
    RE: Fehler im AOK-Arbeitgebermagazin 2/2020
    Guten Abend,
    vielen Dank für Ihre Antwort.

    Mir war und ist klar, dass über die Entschädigungszahlungen die zuständige Landesbehörde entscheidet, die von Bundesland zu Bundesland variiert. Ergibt sich ja schon aus den §§ 56, 57 IfSG, die davon sprechen, dass der Entschädigungsantrag bei der zuständigen Behörde zu stellen ist. Das dies das LAsD SH Sie aber erklären in dem AOK-Arbeitsgebermagazin, dass der Antrag beim Gesundheitsamt zu stellen ist.
    Ich wurde jedenfalls von meinem Vorgesetzten angesprochen, dass ich den Antrag bei der falschen Behörde gestellt habe; ich hätte den Antrag beim Gesundheitsamt stellen müssen. Dies habe die AOK in ihrem Arbeitgebermagazin erklärt. Auch als ich darauf hinwies, dass dies in Schleswig-Holstein das LAsD SH sei, was ich beim googln schnell festgestellt hatte, beharrte er auf die Richtigkeit der AOK-Mitteilung. Es wird sicherlich nicht nur meinem Vorgesetzten so gehen, sondern vielen Chefs.

    Sie sollten dies eigentlich in Ihrem nächsten AOK-Arbeitgebermagazin klarstellen.

    Mit freudnlichem Gruß
    Hans-J. Hansen, EMSIG
  • 04
    RE: Fehler im AOK-Arbeitgebermagazin 2/2020
    Sehr geehrter Herr Hansen,
     
    wir haben Ihren Hinweis an die entsprechende Stelle weitergeleitet. Vielen Dank.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
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