Expertenforum - Entgelt unter Beitragsbemessungsgrenze bei freiwillig gesetzlich versicherten Mitarbeitern

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  • 01
    Entgelt unter Beitragsbemessungsgrenze bei freiwillig gesetzlich versicherten Mitarbeitern

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir benötigen dringend Ihre Hilfestellung bezüglich der SV Beiträge von freiwillig gesetzlich versicherten Mitarbeitern, die unterjährig unter der Beitragsbemessungsgrenze verdienen würden.
    Laut unseren Informationen sind wir nur verpflichtet die AN Beiträge und AG Zuschüsse entsprechend dem tatsächlichen Entgelt zu entrichten.

    Werden die Krankenkassen vom Versicherten den vollen Monatsbetrag verlangen, wenn das Entgelt des freiwillig gesetzlich versicherten Mitarbeiters einmalig unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt und wir die Beiträge vom tatsächlichen Entgelt abführen?

    Bitte übersenden Sie uns eine Rückmeldung, basierend auf den rechtlichen Grundlagen.

    Über eine schnelle Antwort freuen wir uns.

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung.

    Svetlana Reichenbach








     

  • 02
    RE: Entgelt unter Beitragsbemessungsgrenze bei freiwillig gesetzlich versicherten Mitarbeitern

    Guten Tag Frau Reichenbach,
     
    für die Beurteilung der Versicherungspflicht bei der Überschreitung der Jahresarbeitsentgeltgrenze kommt es auf das regelmäßige Jahreseinkommen an. Schwankende Bezüge sind dabei entsprechend zu berücksichtigen.
    Für Arbeitnehmer, die wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze (kranken-) versicherungsfrei sind, gilt grds. als beitragspflichtige Einnahmen für den Kalendertag 1/30 der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze (§ 223 Abs. 3 SGB V).
     
    Bei einem einmaligen Unterschreiten der Beitragsbemessungsgrenze führen Sie im Firmenzahlerverfahren die Beiträge von dem tatsächlich erzielten Arbeitsentgelt ab. Beachten Sie auch, dass der Beitragszuschuss entsprechend (von Ihrem Lohnprogramm) gekürzt wird.
     
    Wir empfehlen Ihnen jedoch, Kontakt mit der für den Mitarbeitenden zuständigen Krankenkasse aufzunehmen, da die Satzung weitergehende Regelungen aufzeigen kann.
     
    Ähnlich verhält es sich mit den Beiträgen zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Das laufende Arbeitsentgelt wird in der Beitragsabrechnung grundsätzlich dem Kalendermonat zugeordnet, für den es gezahlt wird. Es ist bis zur jeweiligen monatlichen Beitragsbemessungsgrenze zu berücksichtigten. Übersteigt ein laufendes Arbeitsentgelt die monatliche Beitragsbemessungsgrenze, ist der übersteigende Anteil beitragsfrei.
     
    Ergänzend haben wir noch eine Bitte:
     
    Bitte nennen Sie in diesem Forum aus Gründen des Datenschutzes keine Namen oder sonstige Daten von Ihnen oder Ihrem Arbeitgeber (Tel., Anschrift, E-Mail o.ä.). wir haben die Angabe im aktuellen Thread herausgelöscht.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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