Expertenforum - EEL - Haushaltshilfe?

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  • 01
    EEL - Haushaltshilfe?

    Sehr geehrtes Expertenteam,


    wir haben eine Mitarbeiterin, die mit Ihrem Kind zur Begleitung in der Klinik war.

    Der erste Tag wird vom Arbeitgeber bezahlt, die weiteren Tage haben wir als Haushaltshilfe eingestellt. Wir waren der Meinung, dass wir von der Krankenkasse ein Schreiben erhalten, welches manuell ausgefüllt werden muss (da Haushaltshilfe nicht über das EEL-Verfahren läuft).

    Das Entgeltabrechnungsprogramm verlangt jedoch das Ausfüllen der Daten zur Übermittlung der EEL.

    Oder handelt es sich hier um einen neuen Sachverhalt, bei dem Krankengeld für Begleitpersonen gezahlt wird?


    Vielen Dank.


    MfG

    Personalabteilung (PA)

     

  • 02
    RE: EEL - Haushaltshilfe?

    Hallo Personalabteilung (PA),
     
    vordergründig ist hier zu klären, ob es sich um eine erforderliche stationäre Mitaufnahme der Begleitperson handelt (§11 Abs. 3 Sozialgesetzbuch (SGB) V).
    Anspruch auf Mitaufnahme einer Begleitperson haben Versicherte im Falle einer stationären Behandlung. Der Anspruch besteht damit u.a. bei einer Krankenhausbehandlung sowie bei stationären Rehabilitationsmaßnahmen, die zu Lasten der Krankenkasse erbracht werden.
     
    Die Mitaufnahme der Begleitperson „muss“ aus medizinischen Gründen erforderlich sein. Dies ist insbesondere bei Kindern der Fall, wenn ansonsten wegen der Trennung von der Mutter/dem Vater oder wegen der unbekannten Umgebung beim Kind Verhaltensstörungen zu erwarten sind oder die Gefahr besteht, dass sich der Genesungsprozess des Kindes erheblich verzögert bzw. gefährdet ist. Zudem kann die Mitaufnahme notwendig sein, wenn die Begleitperson in diagnostische und/oder therapeutische bzw. pflegerische Maßnahmen eingebunden werden soll, die ggf. nach der Krankenhausbehandlung weiter durchzuführen sind. Die Entscheidung ist durch den Krankenhausarzt zu treffen und gegenüber der Krankenkasse nachzuweisen.
     
    In einem solchen Fall wäre eine EEL-Meldung zu übermitteln.
     
    Aufgrund Ihrer Schilderung ist für uns nicht erkennbar, wie in einem solchen Fall ein Anspruch auf Haushaltshilfe bestehen kann.
     
    Wir empfehlen der betroffenen Mitarbeiterin, diese Fragestellung mit der Krankenkasse zu klären.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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