Expertenforum - Duales Studium Sozialversicherung

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Expertenforum

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  • 01
    Duales Studium Sozialversicherung

    Liebes Experten-Team,


    ab 01.10.2022 fängt eine neue Arbeitnehmerin ihr duales Studium bei uns an. Laut Vertrag über die Ausbildung erhält Sie eine monatliche Aufwandsentschädigung. stellt dies eine Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung? Mit SV-Pflicht in allen Bereichen oder kann Sie weiterhin privat versichert bleiben?


    Mit freundlichen Grüßen


    B. Alpers

     

  • 02
    RE: Duales Studium Sozialversicherung


    Guten Tag,
     
    Teilnehmer an dualen Studiengängen sind in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht kraft gesetzlicher Fiktion grundsätzlich den zur Berufsausbildung Beschäftigten gleichgestellt. Als solche unterliegen sie damit für die gesamte Dauer des dualen Studiums, das heißt, sowohl während der Praxisphasen als auch während der Studien- bzw. Vorlesungsphasen, der Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.
     
    Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein berufs- und ausbildungsintegrierten Studiengang oder um einen praxisintegrierten Studiengang mit Schwerpunkt in der beruflichen Ausbildung handelt.
     
    Es gelten dabei die gleichen Regeln wie für alle anderen Auszubildenden auch:
    -       Duale Studenten sind auch bei einem Arbeitsentgelt bis 450 EUR nicht als geringfügig Beschäftigte zu melden.
    -       Für die Beitragsberechnung ist das tatsächlich gezahlte Entgelt maßgebend. Dabei ist es gleichgültig, ob ein Rechtsanspruch auf diese Einnahmen besteht, in welcher Form sie gewährt werden oder ob sie beispielsweise als Studienbeihilfe oder Stipendium bezeichnet werden.
    -       Beträgt das monatliche Entgelt nicht mehr als 325 EUR, trägt der Arbeitgeber den gesamten Beitrag allein.
     
    Für die Meldungen gilt: Die Teilnehmer des dualen Studiums sind mit dem Personengruppenschlüssel (PGR) 102 als "Auszubildende ohne besondere Merkmale" zu melden. Wird allerdings die Geringverdienergrenze von 325 EUR nicht überschritten, ist die PGR 121 zu melden.
     
    Ihre Arbeitnehmerin kann daher nicht in der privaten Krankenversicherung verbleiben.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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