Expertenforum - DEÜV Meldung Stundenlohnempfänger nach längerer Pause

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  • 01
    DEÜV Meldung Stundenlohnempfänger nach längerer Pause
    Hallo,

    wir haben in unserem Unternehmen mehrere Stundenlöhner (größtenteils Werkstudenten und kurzfristig Beschäftigte) beschäftigt.
    Viele arbeiten, je nach Auftragslage und eigener Zeit, sehr unregelmäßig, die Arbeitszeit ist variabel.
    Zum Teil arbeiten einige auch mal mehrere Monate am Stück nicht.
    Wie verhält es sich hier mit der Meldung zur Sozialversicherung?
    Wir rechnen mit Datev ab und mein Kollege sagte, dass nach einer länger andauernden Unterbrechung (über einen Kalendermonat hinaus) eine automatische Abmeldung erzeugt wird. Hier bin ich mir aber nicht so sicher, da ich jetzt schon öfter den Fall hatte, dass dies nicht passiert ist und wir dann von den Krankenkassen angeschrieben wurden.
    Konkret meine erste Frage also anhand eines Beispiels:

    ein Mitarbeiter wurde das letzte Mal im Februar abgerechnet, hat danach von März-Mai nicht gearbeitet und kein Entgelt bezogen und bekommt jetzt im Juni wieder Stunden ausgezahlt.
    Kann für die Monate März-Mai in den Fehlzeiten eine Unterbrechung eingetragen werden oder muss ich den Mitarbeiter zum 29.02. erst einmal austreten lassen und dann zum 01.06. wieder eintreten lassen und anmelden? Welche Meldungen zur Sozialversicherung werden hier erzeugt?

    Des Weiteren würde ich gerne wissen, wie vorzugehen ist, wenn der Vertrag bis zu einem bestimmten Zeitpunkt befristet ist, der Mitarbeiter aber zuvor schon länger gar nicht mehr gearbeitet hat.

    Beispiel:
    Vertrag war befristet bis zum 31.05.2020.
    Das letzte Mal gearbeitet und abgerechnet im November des Vorjahres, seit dem keine Stunden mehr geleistet.
    Muss das Austrittsdatum dann vorgezogen werden und der Mitarbeiter zum 30.11.2019 abgemeldet werden oder erst zum eigentlichen Vertragsende?

    Vielen Dank schon mal für Ihre Erklärung.

    Freundliche Grüße

    Alina Müller

  • 02
    RE: DEÜV Meldung Stundenlohnempfänger nach längerer Pause

    Hallo Frau Müller,

     

    bei einem ruhendem Beschäftigungsverhältnis hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer 

    unter Berücksichtigung einer (Zeit-) Monatsfrist abzumelden. Eine Abmeldung mit dem Grund der Abgabe „34“ ist zu erstellen.

     

    Bezogen auf Ihre Beispiele hätte demnach eine Abmeldung mit dem Grund der Abgabe „34“ unter Berücksichtigung der (Zeit)- Monatsfrist (angehangen an den letzten Tag für den im Februar 2020 bzw. November 2019 Arbeitsentgelt bezogen wurde), übermittelt werden müssen.    

     

    Zur Berechnung der (Zeit-) Monatsfrist geben wir Ihnen ein Beispiel:

    Letzter Tag der Entgeltzahlung im November z.B. 15.11.2019.

    Somit ist die zu berücksichtigende (Zeit-)Monatsfrist (16.11.2019 bis zum 15.12.2019) zu bilden.

    Mit diesem Datum wäre eine Abmeldung mit dem Grund „34“ zu übermitteln gewesen.

    Die ursprünglich länger vorgesehene Befristung der Beschäftigung, ist in einem solchen Fall für das Abmeldedatum irrelevant.

     

    Sofern der Mitarbeiter zukünftig die Beschäftigung wieder aufnimmt, ist eine erneute Anmeldung mit dem Grund der Abgabe „13“ zu übermitteln.

     

    Für kurzfristig Beschäftigte sind grds. die gleichen Meldungen zu erstellen, wie für versicherungspflichtige Beschäftigte, allerdings sind in Fällen der von Ihnen beschriebenen Art Abmeldungen mit Grund „30“ zum letzten Tag der Entgeltzahlung ohne Berücksichtigung der Monatsfrist zu erstellen.

     

    Mit freundlichen Grüßen

     

    Ihr Expertenteam

     

     

     

     

     

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