Expertenforum - Betriebliche Altersvorsorge_Ausgleichzalung für vergangene Jahre

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  • 01
    Betriebliche Altersvorsorge_Ausgleichzalung für vergangene Jahre

    Hallo,


    bei einem Mandanten mit betrieblicher Altersvorsorge kam jetzt der Hinweis dass sich die Rentenfaktoren reduzieren - damit wird auf die Niedrigzinsphase reagiert. Für Beiträge die seit dem 01.01.2017 gezahlt wurden verringert sich die Rentenleistung. Die entstehende Leistungsdifferenz kann durch Zahlung eines zusätzlichen Beitrages ausgeglichen werden. Die Leistungszusage besteht seit 2013, es wird bisher von der Arbeitnehmerin ein Betrag durch Entgeltumwandlung eingezahlt, und der Arbeitgeber zahlt einen pauschalversteuerten Zuschuss.


    Frage 1: Der Arbeitgeber kann einen zusätzlichen Beitrag als Ausgleich zur entstandenen Leistungsdifferenz ab 01.01.2021 einzahlen. Können in diesem Zuge die beitragsfreien Höchstgrenzen von monatlich 284 € für 2021 durch Entgeltumwandlung ausgeschöpft werden? Oder gibt es etwas zu beachten?


    Frage 2: Für die Jahre 2017 bis 2020 kann ein Einmalbetrag eingezahlt werden.

    Das Arbeitsverhältnis ruhte nicht und ist auch nicht beendet. Ich verstehe es so, dass nur der Arbeitnehmer den Einmalbetrag leisten kann.

    Wie ist dieser abrechnungstechnisch zu behandeln?

    Der Arbeitgeber ist dem öffentlichen Dienst angegliedert (Zusatzversorgung)


    Vielen Dank für Ihre Tipps im Voraus.



     

  • 02
    RE: Betriebliche Altersvorsorge_Ausgleichzalung für vergangene Jahre

    Guten Tag,
     
    im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung sind Beträge die im Wege der Entgeltumwandlung erbracht werden bis zu 4 % der
    Beitragsbemessungsgrenze (2021 3.408 EUR) beitragsfrei.
     
    Bei einer zusätzlichen Entgeltumwandlung im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung können eventuell bestehende Freiräume
    im laufenden Jahr betragsmäßig ausgeschöpft werden, sodass in Ihren Fall der jährliche Betrag von 3.408 EUR erreicht wird.
     
    Ob für die vergangenen Jahre nur der Arbeitnehmer die Prämienaufstockung leisten kann oder eventuell sogar der Arbeitgeber diese
    Aufstockung leisten muss, kann ohne weitere Kenntnis der Unterlagen im Rahmen dieses Forums nicht beantwortet werden.
     
    Wir empfehlen Ihnen, sich unter Vorlage der maßgeblichen Unterlagen, an die zuständige Einzugsstelle bezüglich der endgültigen
    sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung zu wenden.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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