Expertenforum - Berechnungsgrundlage Mutterschaftsgeld

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  • 01
    Berechnungsgrundlage Mutterschaftsgeld

    Eine Mitarbeiterin arbeitet während ihrer Elternzeit (1.Kind) in Teilzeit. Vorher hatte sie ein Vollzeitarbeitsverhältnis das während der Elternzeit ruht. Nun ist sie erneut schwanger und stellt sich die Frage, wie das Mutterschaftsgeld für das 2. Kind berechnet wird. Gilt die Berechnungsgrundlage des Vollzeitarbeitsverhältnis vor der Elternzeit des 1. Kindes oder das Teilzeitverhältnis während der Elternzeit, also 3 Monate vor Beginn des Mutterschutz des 2. Kindes?

  • 02
    RE: Berechnungsgrundlage Mutterschaftsgeld

    Sehr geehrter Fragesteller,


    vielen Dank für Ihre Anfrage.


    Für die Beantwortung Ihrer Anfrage muss man zwischen verschiedenen Fallkonstellationen differenzieren:


    1. Die Mitarbeiterin arbeitet in Teilzeit und beendet die laufende Elternzeit nicht vor Beginn der Schutzfrist:


    In diesem Fall ist für die Ermittlung des Mutterschaftsgeldes das durchschnittliche Arbeitsentgelt aus dieser Teilzeitarbeit zugrunde zu legen.


    2. Die Mitarbeiterin arbeitet in Teilzeit und beendet die laufende Elternzeit unmittelbar vor Beginn der Schutzfrist:


    Beendet die Arbeitnehmerin die laufende Elternzeit unmittelbar vor Beginn der Schutzfrist, ist zu prüfen, ob die Berücksichtigung des daraus erzielten Teilzeitarbeitsentgelts zu einem höheren Mutterschaftsgeld sowie Arbeitgeberzuschuss führt, als das Arbeitsentgelt vor der Elternzeit. Für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes ist das höhere Arbeitsentgelt zugrunde zu legen. Diese Berechnung gilt allerdings nur, wenn man die laufende Elternzeit unmittelbar vor Beginn der Schutzfrist beendet.


    Wenn Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen


    Ihr Fachexperte Arbeitsrecht

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