Expertenforum - Auszahlung Lohn nach Austritt

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  • 01
    Auszahlung Lohn nach Austritt

    Guten Tag,


    ein Mitarbeiter ist im Juli diesen Jahres ausgetreten und soll nun eine Nachzahlung für Juli rückwirkend erhalten.

    Es handelt sich hierbei vom Grundsatz um einen laufenden Entgeltbestandteil.

    Muss dieses nachträglich gezahlte laufende Entgelt nun dennoch als sonstiger Bezug verbeitragt werden, da ja der Mitarbeiter hier ausgetreten ist?

    Oder kann dies ganz normal als laufender Bezug ausgezahlt werden.


    Freundliche Grüße

  • 02
    RE: Auszahlung Lohn nach Austritt

    Hallo Sandra,
     
    Vergütungen, die vom Arbeitgeber für Tätigkeiten in einem bestimmten Entgeltabrechnungszeitraum gezahlt werden, stellen laufendes Arbeitsentgelt dar.
    Bei laufendem Arbeitsentgelt gilt in der Sozialversicherung das Entstehungsprinzip. Werden die jeweiligen laufenden Arbeitsentgeltbestandteile aus mehreren Monaten bzw. Jahren gesammelt ausbezahlt, so sind die jeweiligen Zeiträume, in denen die laufenden Arbeitsentgelte angefallen sind, nochmals rückwirkend aufzurollen. Die laufenden Entgelte „müssen“ letztlich immer in dem Monat verbeitragt werden, in dem sie tatsächlich angefallen sind.
    Eine Abrechnung als einmaliges Arbeitsentgelt ist grundsätzlich nicht zulässig.
     
    Sofern die Monate, denen das Arbeitsentgelt zuzuordnen ist, nicht bereits bis zu den maßgebenden Beitragsbemessungsgrenzen mit Beiträgen belegt waren, sind sie nach den Regelungen für laufendes Arbeitsentgelt beitragspflichtig abzurechnen.
    Diese Regelung gilt auch, wenn die Entstehung bereits mehrere Jahre zurückliegt.
    Dadurch ergeben sich Änderungen der Entgelte bei bereits übermittelten Meldungen.
     
    Somit ist in dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt der Monat Juli ggf. zu korrigieren.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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