Expertenforum - Aufnahme 2. Minijob Monatsgrenze überschritten, Jahresgrenze unterschritten

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  • 01
    Aufnahme 2. Minijob Monatsgrenze überschritten, Jahresgrenze unterschritten

    Liebes Experten-Team,


    es geht um folgenden Sachverhalt:


    Eine Minijobberin übt seit Anfang des Jahres einen Minijob aus, indem Sie bisher ca. 250,00 € pro Monat erhalten hat.


    Jetzt hat sie das Angebot für den Zeitraum 01.10.2022 bis 31.10.2022 (befristet) einen weiteren Minijob ausüben zu können. Allerdings würde sie mit diesem Minijob die Grenze von 520,00 € um ca. 200,00 € überschreiten.


    Kann hier auf die bisher unterschrittene Jahresgrenze von 5.610,00 € zurückgegriffen werden?


    Oder wäre der 2. Minijob als sozialverischerungspflichtige Tätigkeit abzurechnen?


    Vielen Dank vorab.


    Mit freundlichen Grüßen


    Melanie

  • 02
    RE: Aufnahme 2. Minijob Monatsgrenze überschritten, Jahresgrenze unterschritten

    Hallo Melanie102,
     
    oft werden mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern parallel ausgeübt.
     
    Diese Beschäftigungen bleiben in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung nur dann versicherungsfrei, wenn die Geringfügigkeitsgrenze (bis 30.09.2022 450,00 €, ab 01.10.2022 520 €) insgesamt nicht überschritten wird. Dies bedeutet, alle Entgelte aus den einzelnen geringfügig entlohnten Beschäftigungen sind zusammenzurechnen. Wird durch die Zusammenrechnung die 450,00 €-Grenze überschritten, ist die betreffende Person in beiden Beschäftigungen grundsätzlich sozialversicherungspflichtig.
     
    Ein „Zurückgreifen“ auf die bisher unterschrittene Jahresgrenze ist nicht möglich  
     
    Darüber hinaus ist in einem weiteren Schritt durch den weiteren Arbeitgeber zu prüfen, ob in Ihrem Sachverhalt die ausschließlich im Oktober 2022 ausgeübte Tätigkeit die Voraussetzungen einer versicherungsfreien kurzfristigen Beschäftigung erfüllt sind.
     
    Wird neben einer geringfügig entlohnten eine kurzfristige Beschäftigung ausgeübt, erfolgt keine Zusammenrechnung. Beide Beschäftigungen wären sozialversicherungsfrei abzurechnen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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