Expertenforum - Arbeitszeitreduzierung Versicherungspflichtgrenze

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Expertenforum

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  • 01
    Arbeitszeitreduzierung Versicherungspflichtgrenze

    Liebes AOK Expertenforum,


    ein freiwillig versicherter Mitarbeiter (9111) reduziert vom 01.09.20211 - 30.11.2021 seine Arbeitszeit so, sodass er vorübergehend weniger als die monatliche Versicherungspflichtgrenze verdient ( <5.362,50 EUR).

    Da die Arbeitszeitreduzierung nur vorübergehend ist, würde ich ihn für den Zeitraum 01.09.20211 - 30.11.2021 weiterhin mit 9111 als freiwilliges gesetzliches Mitglied in der Krankenversicherung schlüsseln.

    Gerne möchte ich mich rückversichern, dass die Arbeitszeitreduzierung für 3 Monate als vorübergehend zählt und KEINE Versicherungspflicht begründet.


    Über eine Rückmeldung Ihrerseits würde ich mich freuen!


    Freundliche Grüße

    PayrollTeam

  • 02
    RE: Arbeitszeitreduzierung Versicherungspflichtgrenze

    Guten Tag,
     
    die Spitzenverbände der Sozialversicherung haben in der Fachkonferenz „Beiträge“ am 20.03.2019 unter „Top 2“ erstmals festgelegt, dass nicht jede kurzfristige Minderung des Arbeitsarbeitsentgelts die Krankenversicherungsfreiheit enden lässt und insofern zum Eintritt von Versicherungspflicht führt.

    Wie Sie bereits richtig festgestellt haben, lässt eine zeitlich befristete Minderung des laufenden Arbeitsentgelts bei absehbarer Rückkehr zu den oder annähernd den Verhältnissen vor der Entgeltminderung die Versicherungsfreiheit dann fortbestehen, wenn die Entgeltminderung nur von kurzer Dauer (in der Regel nicht mehr als drei Monate) ist. Dies gilt nicht bei Ausübung einer zeitlich befristeten Beschäftigung während der Elternzeit oder Pflegezeit.
     
    Sofern also - wie in Ihrem Sachverhalt - die Minderung des monatlichen Arbeitsentgelts nur für drei Monate erfolgen soll, führt dies nicht zum Eintritt von Krankenversicherungspflicht.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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