Sozialversicherungsbeiträge während der Coronakrise – Hilfe für Unternehmen

Für Unternehmen, die von der Coronakrise betroffen waren, galten bis zum Beitragsmonat Juni vereinfachte Stundungsregelungen und eine Übergangsregel bis zum 30. September 2021. Seit dem Beitragsmonat Oktober gilt wieder das Regelverfahren für Stundungen.

Hilfe für Unternehmen in der Krise

Die Coronapandemie bringt immer noch viele Unternehmen in Bedrängnis. Kann ein Arbeitgeber aufgrund der aktuellen Situation seine Beiträge nicht zahlen, können die Firmen beantragen, Beiträge zu stunden oder in Raten zu zahlen. Unternehmen in Schwierigkeiten sollten schnellstmöglich mit der AOK Kontakt aufnehmen.

Stundung und Ratenzahlung vereinbaren

Die vereinfachten Stundungsregeln für Sozialversicherungsbeiträge während der akuten Coronakrise galten für Anträge bis zum 30. September 2021 und sind ausgelaufen. Die AOK kann mit Arbeitgebern, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, Stundungsvereinbarungen abschließen.

Beitragsansprüche dürfen nur gestundet werden, wenn die sofortige Einziehung mit erheblichen Härten für den Anspruchsgegner verbunden wäre und der Anspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird. Eine solche Härte liegt vor, wenn sich der Arbeitgeber aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befindet oder bei der sofortigen Einziehung in diese geraten würde.

Auf den gestundeten Betrag sind Zinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Monat zu zahlen. Die Stundung wird in der Regel gegen eine Sicherheitsleistung gewährt. Mit der Stundung wird meist gleichzeitig ein Ratenzahlungsplan vereinbart. Hält der Arbeitgeber die getroffene Stundungsvereinbarung nicht ein, so ist der dann noch offenstehende Betrag sofort zur Zahlung fällig.

Freiwillig versicherte Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung

Beiträge für freiwillig gesetzlich versicherte Arbeitnehmer zur Kranken- und Pflegeversicherung im sogenannten Firmenzahlerverfahren gelten bei Stundung der anderen Beiträge ebenfalls als gestundet.

Die genannten Unterstützungsmaßnahmen gelten weiterhin auch für die freiwillig krankenversicherten Mitglieder (zum Beispiel Selbstständige), die ihre Beiträge selbst zu zahlen haben.

Stand

Zuletzt aktualisiert: 19.11.2021

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