Zurück in den Job nach einer Covid-19-Erkrankung
29.07.2021 | Neuer Leitfaden

Zurück in den Job nach einer Covid-19-Erkrankung

Damit eine Rückkehr in die Arbeit nach einer Covid-19-Erkrankung erfolgreich gelingt, hat die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) einen Leitfaden herausgebracht. Er informiert, wie Führungskräfte genesene Beschäftigte bei einem Wiedereinstieg unterstützen können.

In fünf Schritten zurück zum Arbeitsplatz

Da jede Covid-19-Erkrankung anders verläuft, ist es laut den Experten der EU-OSHA besonders wichtig, gemeinsam mit dem Arbeitnehmer nach Lösungen zu suchen, die seinen persönlichen Bedürfnissen gerecht werden und eine schrittweise Rückkehr an den Arbeitsplatz zu planen.

Der „Covid-19-Infektion und „Long Covid“ – Leitfaden für Führungskräfte“ der EU-OSHA bietet dafür ein Vorgehen in folgenden fünf Schritten an:

  • Kontakt halten, während der Arbeitnehmer krankgeschrieben ist. 
  • Rückkehr an den Arbeitsplatz vorbereiten.
  • Gespräch führen, sobald der Arbeitnehmer wieder da ist.
  • Unterstützung anbieten in den ersten Tagen nach der Rückkehr. 
  • Unterstützung aufrechthalten und regelmäßig den aktuellen Stand prüfen. 

In welchem Umfang Beschäftigte Unterstützung benötigen, hängt von ihren Aufgaben und den eventuell noch vorhandenen Symptomen ab. Um die persönliche Situation der Betroffenen zu berücksichtigten, können Führungskräfte beispielsweise Arbeitszeiten und Aufgabenbereiche anpassen.

Unterstützung für Führungskräfte

An Covid-19 erkrankten und genesenen Arbeitnehmern die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen, ist eine herausfordernde Situation. Führungskräfte können Unterstützung durch den arbeitsmedizinischen Dienst in Anspruch nehmen, der dabei hilft, individuelle Wiedereinstiegs- und Genesungspläne zu erstellen. Zudem können sich Führungskräfte durch die Personalabteilung, den Betriebsarzt oder einen Experten für Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz beraten lassen.

Covid-19-Erkrankung – Auswirkungen auf das Arbeitsleben

Arbeitnehmer, die an Covid-19 erkrankt waren und möglicherweise nach einer langen Genesungszeit wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren, benötigen besondere Unterstützung von ihren Führungskräften.

Nicht jeder, der eine Covid-19-Erkrankung hinter sich hat, ist danach wieder voll leistungsfähig. Manche Arbeitnehmer müssen ihre Leistungsfähigkeit über einen längeren Zeitraum wiederaufbauen und können nur schrittweise ins Arbeitsleben zurückkehren. Experten gehen davon aus, dass 10 bis 20 Prozent der Betroffenen noch Wochen und Monate nach der Erkrankung mit Langzeitfolgen (Long Covid) zu kämpfen haben.

Sie leiden unter anderem an:

  • extremer Müdigkeit
  • Atemnot
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Schmerzen im Brustkorb
  • psychischen Problemen

Diese Symptome können die Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten in erheblichem Maße einschränken.

EU-OSHA
Rückkehr in den Job unterstützen

Arbeitgeber finden in dem „COVID-19-Infektion und „Long Covid“ – Leitfaden für Führungskräfte“ konkrete Maßnahmen, um Beschäftigte nach einer Covid-19-Erkrankung den Wiedereinstieg zu erleichtern.

Weiterer Leitfaden für Arbeitnehmer

Die EU-OSHA hat parallel dazu einen Leitfaden für Arbeitnehmer entwickelt, die nach einer Corona-Infektion wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Er thematisiert unter anderem die Kommunikation zum Arbeitgeber, die Bewältigung der schrittweisen Rückkehr an den Arbeitsplatz und die Unterstützungsangebote der arbeitsmedizinischen Dienste.

Stand

Erstellt am: 29.07.2021

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