Chancen und Herausforderungen für die Betriebliche Gesundheitsförderung
29.10.2019 | AOK Fehlzeiten-Report 2019

Chancen und Herausforderungen für die Betriebliche Gesundheitsförderung

Im Fehlzeiten-Report 2019 steht die Digitalisierung der Arbeitswelt im Fokus: Rund 40 Prozent der Beschäftigten arbeiten schon heute regelmäßig zeitlich und räumlich unabhängig außerhalb ihres Unternehmens. Aus einem derart entgrenzten Arbeiten ergeben sich völlig neue Herausforderungen und Chancen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Umgang mit digitalen Arbeitsbelastungen

Der diesjährige Fehlzeiten-Report verdeutlicht, dass psychische Herausforderungen wie Arbeitsverdichtung und -intensivierung, Zeitdruck oder Multitasking kontinuierlich zunehmen. Durch die intensive mobile Nutzung von Kommunikationsmedien, Informationsüberflutung und ständige Unterbrechungen kann der Stress zunehmen und es wird für Beschäftigte schwieriger, Arbeitszeit und Freizeit voneinander abzugrenzen.

Die Beiträge im Fehlzeiten-Report zeigen anschaulich, dass

  • vor allem maßvolle Arbeitsmengen,
  • individuelle Einflussmöglichkeiten bei der Ausgestaltung der konkreten Arbeitsbedingungen und
  • ein individuell dosierter Umgang mit digitalen Tools

grundlegende Voraussetzungen für eine erfolgreiche und angemessene Gestaltung der digitalen Arbeitswelt sind.

Dabei gelten zwei Prämissen:

1. Arbeitsstrukturen sollten entsprechend des digitalen Wandels und der wachsenden Mobilität angepasst werden. Dabei helfen klare Absprachen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

2. Beschäftigte müssen befähigt und ermächtigt werden, sich verantwortungsbewusst in den digitalen Welten zu bewegen.

Homeoffice: Digitalisierung ermöglicht flexibleres Arbeiten

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) stellt im Fehlzeiten-Report seine diesjährige Befragung von rund 2.000 bei der AOK versicherten Beschäftigten im Alter zwischen 16 und 65 Jahren vor. Darin zeigt sich, dass die digitale Ausstattung der Arbeitswelt heute sehr weit verbreitet ist: Der Einsatz von Computern (88,2 Prozent), E-Mails (83,6 Prozent) oder Internet (74,6 Prozent) erlaubt das Arbeiten im Homeoffice.

Viele Befragte mit Homeoffice berichten von einer höheren Arbeitszufriedenheit und den Vorteilen flexibler Arbeit. Mehr als zwei Drittel (67,3 Prozent) der Befragten geben an, dass sie zu Hause mehr Arbeit bewältigen können und drei Viertel (73,7 Prozent) erklären, dass sie im Homeoffice konzentrierter arbeiten können als am Arbeitsplatz.

Doch das Homeoffice hat auch Schattenseiten: Beschäftigte im Homeoffice klagen häufiger über psychische Belastungen als Menschen, die nur an ihrem Arbeitsplatz tätig sind: Jeder Dritte verlegt häufig Arbeitszeit auf den Abend oder ins Wochenende (33,9 Prozent). Mehr als ein Drittel gibt an, dass sie Probleme haben, nach Feierabend abzuschalten (38,3 Prozent).

WIdO
Fehlzeiten-Report 2019

Digitalisierung als Chance und Herausforderungen für die Betriebliche Gesundheitsförderung

Stand

Erstellt am: 01.10.2019

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